Fackelmann
Stabile Entwicklung

Führt Fackelmann in dritter Generation: CEO Alexander Fackelmann mit einem Küchenhelfer aus dem Sortiment. Foto: Steger

Fackelmann lud am heutigen Mittwoch, den 7. Februar, wieder zum Jahrespressegespräch in die Unternehmenszentrale im mittelfränkischen Hersbruck. CEO Alexander Fackelmann verkündete den anwesenden Journalisten einen weltweiten Umsatz für 2017 in Höhe von 386 Mio. Euro, was einem Plus von 1% gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Deutschland erwirtschaftete der Hersteller von Küchenhelfern und Badmöbeln 33% des Gesamtumsatzes und beschäftigt 750 Mitarbeiter. Weltweit sind rund 3.000 Mitarbeiter für Fackelmann tätig.

Zu einem möglichen Gewinn äußert sich Fackelmann traditionell nicht. Dieser sei laut Alexander Fackelmann aber erzielt worden.

Die Geschäfte in Europa haben sich „stabil auf sehr gutem Niveau“ entwickelt und auch in Brasilien, Singapur sowie Australien und Neuseeland konnte Fackelmann „sehr gute Ergebnisse“ erzielen. Asien bescheinigte Alexander Fackelmann eine „gute Entwicklung“, insbesondere in Taiwan, Malaysia und China.

Rückverlagerung nach Deutschland

Allerdings hat Fackelmann 2017 in China damit begonnen, Teile der dort ansässigen Produktion nach Deutschland zurückzuverlagern. Grund dafür seien „die gestiegenen Lohnkosten“ in China. In Deutschland könne Fackelmann viele Produkte automatisiert produzieren lassen, womit sich die Auslagerung nach China nicht mehr rechne. Einen anderen Teil der chinesischen Produktion wird Fackelmann zukünftig nach Indien verlagern, wo die Löhne noch deutlich niedriger sind. Zu diesem Zweck hat Fackelmann ein rund 20.000 qm großes Grundstück in Indien erworben. Der Gesamtinvest 2017 belief sich auf rund 20 Mio. Euro.

Die Niederlassung in der Türkei hat Fackelmann „aufgrund der rechtlichen Situation im Land“ an einen Distributor übergeben. Insgesamt werden Produkte der Fackelmann Brands an weltweit 38 Vertriebs-und Produktionsstandorten produziert und vertrieben.

Zukunft Omni-Channel

Ein großes Thema ist bei Fackelmann der Ausbau der Online-Präsenz. Derzeit beläuft sich der Anteil online verkaufter Güter am Gesamtumsatz auf etwa 5%. Allerdings registrierte Fackelmann jüngst nach einigen Neuerungen im Onlinegeschäft ein Wachstum von rund 50%, womit Alexander Fackelmann für 2018 mit einem Online-Anteil von 7% rechnet.

Ein eigener Online-Shop ist derzeit noch nicht realisiert, jedoch „früher oder später“ durchaus möglich. Aktuell vertreibt Fackelmann seine Güter vor allem über den Lebensmittelhandel mit Aufstellern in den Märkten, die auch als „Verlängerung der Theke“ in das Online-Geschäft fungieren. Auch auf Amazon kann der Kunde Fackelmann-Produkte erwerben.

Allgemein sieht Alexander Fackelmann das größte Potenzial im Omni-Channel-Geschäft: „Ich glaube, dass bei größeren Anschaffungen nach wie vor ‚touch and feel’ wichtig ist.“


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