Handelsverband Koch- und Tischkultur e.V. (GPK)
Neue Impulse bei Tisch- und Küchenausstattung

Foto: Messe Frankfurt

Der Handelsverband Koch- und Tischkultur e.V. (GPK) hat anlässlich der heute gestarteten Ambiente in Frankfurt seine Jahrespressekonferenz abgehalten und sieht den Gesamtmarkt der Sortimente aus dem Bereich Koch- und Tischkultur, Wohnaccessoires und Geschenkartikel auf „ungebrochen hohem Niveau“: Nach dem starken Anstieg im Jahr 2015 konnten die Umsätze auch im Jahr 2017 gehalten werden. 6,3 Mrd. Euro Gesamtumsatz und damit 0,3% mehr als im Vorjahr waren es in 2017. Am besten entwickelten sich dabei Wohnaccessoires und Dekoration mit einer Umsatzsteigerung von 2,3%.

„Shooting Star“ unter den Sortimenten sei stets das Thema Kochen. Nach Berechnungen des Instituts für Handelsforschung (IFH) legten Koch-, Brat- und Backgeschirr nochmals um 7,1% zu und stellen einen Jahresumsatz von 876 Mio. Euro dar. Artikel für den gedeckten Tisch lagen mit -0,3% quasi auf Vorjahresniveau. Mit +3,5 Prozent liegt Geschirr im positiven Trend. Bei Besteck sind 5% Mehrumsatz auch ein teilweiser Ausgleich der Nachfrageschwäche im Jahr 2016. Weniger erfreulich sei der Rückgang von 14,1% bei Trinkglas, einem seit Jahren volatilen Markt.

Signifikant sei, dass sich Tischtextilien und dekorative Accessoires weiter positiv entwickeln. Daraus lasse sich ableiten, dass zum genussvollen Essen immer auch ein ansprechend gestalteter Tisch gehöre. Dies gelte insbesondere, wenn Gäste bewirtet werden. Bei Wohnaccessoires ermittelt das IFH zusammengenommen eine Umsatzsteigerung von 2,3%.

Der für die Branche wichtige Markt der Elektrokleingeräte hat nach 13 Jahren Umsatzsteigerungen mit -1,9 erstmals eine leichte Umsatzdelle hinnehmen müssen. Auffällig ist der Rückgang der Umsätze im Bereich Küchenmaschinen um ein Viertel auf nun 391 Mio. Euro. Im Vorjahr waren diese Umsätze noch um 35% gestiegen, weshalb Fachleute vom sogenannten Basiseffekt sprechen. Naheliegend sei ferner die Beobachtung einer gewissen Bedarfssättigung und natürlich gesunkener Preise durch den harten Wettbewerb, der in dieser Branche herrsche. Bemerkenswert sei, dass laut IFH das Geschäft mit Espresso- und Kaffeeautomaten, das seit 19 Jahren unaufhaltsam wachse, noch einmal gestiegen ist. Glatte +5,0% führen zu einem Verkaufsvolumen von 1,0 Mrd. Euro.

Für Tisch- und Küchenausstattung sowie Hausrat ist der Fachhandel die Nummer 1 in der Gunst der Verbraucher: 37% der Nachfrage wird hier getätigt. Der Möbelhandel hatte im Jahr 2017 einen Umsatzanteil am GPK- und Hausratsegment von 13%, ebenso der Distanzhandel mit seinen Pure Online Playern. SB-Warenhäuser/Verbrauchermärkte kamen auf 12%, Kauf- und Warenhäuser kamen ebenso wie Discounter und der Lebensmittelhandel auf jeweils 9% und die sonstigen Anbieter auf 8%.

Ausblick auf 2018

Was die Branche insgesamt betrifft, blicke sie wegen der anhaltend guten Konjunktur und einem steigenden Einkommen erwartungsvoll auf das Jahr 2018: Die stetig steigende Anzahl der Haushalte und der Trend zu Klein- und Kleinsthaushalten hält weiter an, die Hürde von 41 Millionen Haushalten dürfte in diesem Jahr übersprungen werden.

Für den Handelsverband Koch- und Tischkultur stehen zwei Themen auf der Agenda der kommenden 15 Monate: Vom 11. bis zum 17. September 2018 führt der Verband in Kooperation mit der Fachzeitschrift P & G und der Messe Frankfurt eine Businessreise nach Shanghai durch. Neue Produktangebote und Lieferanten, vor allem neue Geschäftsformen stehen im Mittelpunkt der Exkursionen und des Besuchs der Messe Interieur Lifestyle.

Im Mai 2019 findet – inspiriert durch die erfolgreiche Tagung 2017 in Leipzig – die nächste Branchentagung statt. Neben einer breiten Themensammlung werden bereits die ersten Top-Referenten akquiriert. Es stehen zwei Tagungsregionen - im Westen und im Süden – zur Auswahl, über die das Präsidium in Kürze entscheiden wird.


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