HDH/VDM-Symposium
Zu neuen Emissionsregeln in den USA, Frankreich und China

Ehrengast Erik Winchester, zuständiger Abteilungsleiter bei der US-Umweltbehörde, stellte die neuen Importbedingungen der USA vor. Foto: HDH

Köln/Bad Honnef.  Rund 100 Teilnehmer aus der deutschen und internationalen Holzbranche waren der Einladung des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) und des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) gefolgt und nahmen am Donnerstag, den 16. März, am Symposium „Neue Regelungen zu Emissionen in den USA, Frankreich und China“ im Hotel Dorint an der Messe Köln teil.

„Wir brauchen Informationen aus erster Hand und zum frühestmöglichen Zeitpunkt, um uns auf die neuen Regelungen zu Emissionen und den damit verbundenen Einfuhrbeschränkungen unserer Produkte in den USA, in Frankreich und in China vorbereiten zu können“, stellte Verbands-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas bei seiner Begrüßung fest.

Als erster Redner stellte HDH/VDM-Referent für Wirtschaft und Auslandsmärkte, Alexander Oswald, die wirtschaftliche Lage der deutschen Holz- und Möbelindustrie vor und unterstrich die Bedeutung des französischen, US-amerikanischen und chinesischen Marktes für die hiesigen Unternehmen. „Fast 20 Prozent der deutschen Möbelexporte entfallen auf diese drei Nationen. Das entspricht einem kumulierten Umsatzvolumen von rund zwei Milliarden Euro“, so Oswald.

Neue Bestimmungen in den USA, Frankreich und China

Der erste und am umfassendsten thematisierte Auslandsmarkt auf der Agenda des Symposiums war der US-amerikanische, der der größte außerhalb Europas ist. Erik Winchester, zuständiger Abteilungsleiter bei der US-Umweltbehörde, referierte über veränderte Importbedingungen in Folge der „Formaldehyd Standards for Composite Wood Products“. Diese werden ab dem 12. Dezember 2017 für Holzwerkstoffe und Produkte, die diese enthalten, wirksam.

Als zweiter Exportmarkt mit neuen Einfuhrbestimmungen in Folge veränderter Regelungen zu Emissionen rückte Frankreich in den Fokus. Marcus Kirschner, HDH/VDM-Referent für Umwelt und Technik, sowie Roberta Dessi, Generalsekretärin des Europäischen Möbelverbands EFIC, schilderten die Entwicklungen in dem für Deutschland wichtigsten Exportmarkt. Frankreich hat ein „unvollständiges Gesetzespaket zu Emissionen von Möbeln in die Innenraumluft bei der EU-Kommission zur Notifizierung vorgelegt und will damit das bisher für Bauprodukte geltende Klassifizierungssystem ausweiten“. Das stößt sowohl beim VDM als auch bei EFIC auf massive Kritik, da dies „die Grundzüge der Freiheit des europäischen Binnenmarktes durch ein neues technisches Handelshemmnis konterkariert“.

Schließlich standen noch die neuen Regelungen in China auf dem Programm. „Die Abweichungen der chinesischen Anforderungen zu verschiedenen internationalen Standards führen zu unnötigen Barrieren und Handelshemmnissen“, sagte Dessi und  kündigte weitere Gespräche mit der EU-Kommission an. Kirschner resümierte zusammenfassend: „Wir können die anstehenden Herausforderungen gut meistern, wenn wir unsere Kräfte bündeln und als Branche national und auf europäischer Ebene zusammenarbeiten.“

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