1. Digital Logistics Award
MotionMiners belegen Platz 1

Foto: Digital Logistics Award

Das angehende Fraunhofer Spin-off MotionMiners hat beim ersten Digital Logistics Award in einem starken Konkurrenzumfeld Platz 1 belegt. Die Teilnehmer des „Zukunftskongress Logistik – 35. Dortmunder Gespräche“ setzten die Dortmunder gestern nach einer spannenden Pitch-Session mit sieben weiteren Finalisten an die Spitze des Wettbewerbs. Die Kurzpräsentation des Digital-Teams, das eine Lösung zur automatischen Aufnahme und Analyse von industriellen Arbeitsprozessen entwickelt hat, überzeugte das Publikum am meisten. „Der Preis ist für uns eine großartige Bestätigung unserer Arbeit“, bedankten sich die Gründer Sascha Kaczmarek, Sascha Feldhorst und René Grzeszick bei der Preisverleihung während der traditionellen Abendveranstaltung des Zukunftskongress Dortmund in Schwerte bei den Anwesenden. Gastgeber des Abends war der Digital.Hub Logistics in Dortmund, der den Preis auch ausgelobt hatte. Mit dem Preisgeld und der Unterstützung durch Fraunhofer Venture wollen die MotionMiners einen neuen Geschäftsbereich weiter ausbauen: „Aktuell arbeiten wir an einer Art Messkoffer für Unternehmen, der unsere Hardware und Software bzw. die damit verbundene Softwarelizenz beinhaltet. Prozessmanager in Unternehmen oder Berater können Messungen so eigenständig durchführen“, freute sich Co-Founder Sascha Kaczmarek.

Platz zwei beim Digital Logistics Award belegte das junge Unternehmen Wingcopter aus Darmstadt mit seiner hybriden Hochgeschwindigkeitsdrohne: „Bei Lieferdrohnen denken viele heute zuerst an die Pizzalieferung aus der Luft. Unser Ansatz ist ein anderer: Wir wollen mit Drohnen-Logistik Leben retten. Deshalb bereiten wir aktuell ein Hilfsprojekt in Afrika vor, in dem unsere Wingcopter Medikamente, Blutkonserven und Impfstoffe in abgelegene Regionen transportieren, die mit üblichen Fahrzeugen nur schwer erreichbar sind. Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Tom Plümmer, Founder & CEO von Wingcopter.

Beim Kampf um den dritten Platz hatten sich gleich mehrere Unternehmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Letztlich ging die Auszeichnung an die Münchner „Mitfahrzentrale für Fracht“ LoadFox: „Spediteure und Frachtführer, deren Tourenplanung bisher sehr aufwändig war, nutzen mit Begeisterung unsere webbasierte Plattform. Damit wir die Logistik weiterhin Tag für Tag ein bisschen besser machen können, wollen wir mit dem Preis in weitere User-Tests bei unseren Kunden vor Ort investieren. Denn dabei erfahren wir, welche Probleme wir noch lösen können und müssen“, erklärte Sebastian Sorger, Chief Commercial Officer von LoadFox.

Gründer zeigen: Digitalisierung in der Logistik ist keine Zukunftsmusik

Eine mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft prominent besetzte Jury hatte im Vorfeld des Pitches die schwierige Aufgabe, aus insgesamt 39 Bewerbungen acht Finalisten zu bestimmen, die ihre Lösung auf dem Zukunftskongress Logistik präsentieren konnten. Zu den Bewertungskriterien der Jury gehörten der Neuigkeitsgrad der Lösung sowie deren Marktpotenzial und der Kundennutzen. Auch das Publikum auf dem Zukunftskongress war bei der Vergabe seiner Stimmen dazu aufgefordert, diese Maßstäbe anzulegen. „Jedes der Digital-Teams hätte es verdient zu gewinnen“, so das Fazit von Thorsten Hülsmann, Mitglied des Management Teams des Digital.Hub Logistics. „Denn alle haben gezeigt, dass sie bei der Digitalisierung der Logistik aufs Tempo drücken und dass die Digitalisierung in der Logistik keine Zukunftsmusik ist.“ Insgesamt wurden mehr als 25.000 Euro an Preisgeldern und Sachleistungen – gesponsort von duisport, EffizienzCluster LogistikRuhr, Deutsche Bank und Fraunhofer Venture – vergeben.

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