imm cologne
Das Haus 2017 – Die Seele des Wohnens

Todd Bracher erklärt auf der Event-Bühne The Stage die Objekte im Wohnbereich „Nahrung und Wissen aufnehmen“.

Der US-amerikanische Designer Todd Bracher hat in diesem Jahr als Guest of Honor die Installation Das Haus für die imm cologne gestaltet. „Ein Traumprojekt“, gestand er, als er Das Haus gestern das erste Mal auf der Event-Bühne The Stage in Halle 3.1 (Standort D2) präsentierte. „Auf so eine Gelegenheit habe ich wirklich gewartet.“ Als traumhaft kann man im gewissen Sinne auch sein „Haus“ bezeichnen. „Es ist eine Art Denkexperiment“, sagt Todd Bracher, der sich als Essenzialist bezeichnet. „In meinen Entwürfen lasse ich alles weg, was überflüssig ist und bewahre aber auch alles, was nötig ist.“ Dieser Philosphie entsprechend, hat Todd Bracher die Lebensräume ganz neu gestaltet. „Unsere Konventionen in Sachen Wohnen sind schon sehr alt. Brauchen wir etwa wirklich ein Zimmer allein fürs Schlafen, mit Bett, zwei Tischchen und Lampen drauf?“ Es gibt einen Raum, in dem man Nahrung und Wissen aufnimmt, eine Art begehbare  (hölzerne) Bibliothek der Dinge. Außerdem einen Raum für Entspannung und Stille (ein schwarzer, sehr sinnlicher Raum in einem schwarzen Kubus) und einen Raum für Hygiene außerhalb des Hauses, versehen  mit einer schlichten Duschvorrichtung und Bänkchen auf einem lebensechten, steinigen Untergrund. Radikal, dieser Ansatz! Aber ein guter Ausgangspunkt, um weiter über den Lifestyle der Zukunft nachzudenken!

Geduscht wird draußen: Radikale Anregung zum Überdenken des Wohnens. Foto: Koelnmesse/Harald Fleissner

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