Sahco
Insolvenz angemeldet – Geschäftsbetrieb geht weiter

Foto: Sahco

Nürnberg. Der international tätige Textilverleger Sahco aus Nürnberg hat die Notbremse gezogen: Das Unternehmen Sahco Hesslein GmbH & Co. KG meldete am Donnerstag beim Amtsgericht Nürnberg Insolvenz an. „Vorsorglich“, wie Geschäftsführer Christoph Häußler betont. „Wir sind diesen Schritt frühzeitig gegangen, wir sind nicht verschuldet und bei guter Liquidität. Dennoch müssen wir uns neu aufstellen“, so Häußler. „Wir analysieren jetzt schnell und gründlich die Lage“, so Dr. Harald Schwartz. Schwartz wurde vom Amtsgericht Nürnberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt.

Der Textilverlag Sahco beschäftigt 80 Mitarbeiter in Nürnberg und weitere 20 bei ausländischen Tochterunternehmen. „Der Geschäftsbetrieb geht erst einmal unverändert weiter, die Mitarbeiter bleiben alle an Bord. Wir werden alles tun, die Firma wieder wettbewerbsfähig zu machen“, so Dr. Harald Schwartz.

Die Gründe für die Insolvenzanmeldung seien Umsatzrückgänge, unter denen die gesamte Textilbranche leide. Der Fachhandel, so Christoph Häußler, werde leider immer schwächer. Sahco habe einen Exportanteil von 80%, die Wirtschaftskrisen in vielen Ländern Europas seien mit ein Grund für die Rückgänge. Sahco gilt eigenen Angaben zufolge weltweit als exclusiver Anbieter und „veredelt mit klassischen, zeitgenössischen oder avantgardistischen Stoffen sowie Tapeten, Teppichen und Accessoires jedes Interieur“. Sahco-Produkte finden sich in den schönsten Privathäusern der Welt, in exklusiven Hotels, in Residenzen und Schlössern, auf Luxusyachten und an berühmten Filmsets.


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