Tendence
Form 2017 zeigt 194 prämierte Produkte

Foto: Messe Frankfurt Exhibition GmbH/Pietro Sutera

Frankfurt am Main.  Beherzt streicht Monika Vesely über einen hochflorigen Wandteppich, der für den Wettbewerb „Form 2017 – Form aus Handwerk und Industrie“, eingereicht wurde. „Das ist wirklich ein herausragendes Stück, handgeknüpft aus recycelter Schurwolle“, so Vesely, die selbst als Gold- und Silberschmiedemeisterin arbeitet und in diesem Jahr Jurysprecherin des Wettbewerbs ist. Für die Ausstellung „Form 2017“, die vom 24. bis 27. Juni auf der Tendence gezeigt wird, hat die Jury zwei Tage lang 497 Einreichungen von 90 internationalen Bewerbern gesichtet, geprüft und diskutiert. „Besonders spannend an der Auswahl waren für mich die Produkte, die mit sozialen oder ökologischen Konzepten arbeiten. Auffällig sind dabei vor allem zwei Themen: Zum einen das Upcycling, also, das ressourcenschonende Arbeiten mit bereits Vorhandenem, um daraus ein neues, interessantes Designprodukt zu machen. Zweitens ist meiner Meinung nach die Integration von behinderten oder bedürftigen Menschen, ein wichtiges Thema der heutigen Zeit“, so Vesely.

Neben Vesely zählen auch Cornelia Dollacker, Geschäftsführerin und fachliche Leiterin von Hessen Design e.V., Goldschmied Torsten Trautvetter, die freischaffende Künstlerin Heike Roesner sowie Designerin Alexa Lixfeld zur renommierten Jury. „Die Vielfalt der aktuellen Stile von grafisch-ordnend bis zufällig und fließend zeigt: Alles darf, alles ist möglich. Trotzdem muss natürlich die Idee, das Konzept stimmig sein und das Produkt eine hohe materielle Qualität haben, um überzeugen zu können“, so Lixfeld. So sind neben der gelungenen Gestaltung auch Funktionalität, Verarbeitung, produktgerechtes Material und letztlich auch die Gesamtkomposition Bewertungskriterien für die Jury.

Ausgerichtet und organisiert wird der Wettbewerb vom Bundesverband Kunsthandwerk und der Messe Frankfurt. „Es ist bemerkenswert, dass das Qualitätsniveau der Einsendungen in diesem Jahr insgesamt außerordentlich hoch ist. Für die Ausstellung Form 2017 haben wir eine sehr gute Mischung aus industriellen und handwerklich hergestellten Produkten“, so Christina Beyer, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kunsthandwerk. Die ausgestellten Stücke reichen daher vom Unikat bis hin zum Massenprodukt. Ihnen gemein ist: Sie alle haben das Prädikat Form 2017. In diesem Jahr gilt das für insgesamt 194 Produkte von 59 Unternehmen, die in einer Ausstellung in Halle 9.0 der Tendence gezeigt werden.

Zu den ausgewählten Firmen zählen bekannte Unternehmen wie Adhoc, Asa Selection, Eagle Products, Kahla, Lambert oder Werkhaus ebenso wie anerkannte Kunsthandwerker. Dazu gehören unter anderem Anna Badur, Clemens Gerstenberger, Hedi Schon oder Ulrike Scriba.

Prämiertes Kunsthandwerk: Der Hessische Staatspreis

Auch die Verleihung des Hessischen Staatspreises für das Deutsche Kunsthandwerk gehört zu den gestalterischen Highlights der Tendence. Der älteste Staatspreis Deutschlands wird in einem Festakt während der Eröffnung der Messe am 24. Juni verliehen. Die Arbeiten der vier Preisträger werden im Anschluss ebenfalls in der Ausstellung „Form 2017“ gezeigt.

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