Weltweite Möbelproduktion
China und USA dominieren

Weltweite Möbelproduktion 2016 (Anteile in Prozent). Quelle für alle Grafiken: CSIL

Mailand (Italien). Die weltweite Möbelproduktion lag 2016 bei einem Wert von 420 Mrd. US Dollar. Klarer Spitzenreiter ist China mit einem Anteil von 39,1%, gefolgt von den USA (12,3%) und Deutschland (4,8%). Diese Zahlen gehen aus dem „World Furniture Outlook 2017/2018“ hervor, für den das Mailänder Forschungsinstitut CSIL erstmals 100 statt bisher 70 Länder untersucht hat und damit alle für die Möbelindustrie relevanten Länder enthält.

Möbelexporte: Chinesische Dominanz ungebrochen

China ist dadurch auch nach wie vor der klar größte Möbelexporteur der Welt und erzielte 2016 einen Umsatz von 48,4 Mrd. US Dollar mit ausgeführten Möbeln. Dieser Wert bedeutet allerdings erstmals einen Rückgang der chinesischen Möbelausfuhren. 2015 setzte das Land noch 52,7 Mrd. US Dollar um und damit 8,2% mehr als 2016. Dennoch sind die Export-Umsätze im „Reich der Mitte“ seit 2010 von damals 32,9 Mrd. Euro innerhalb der letzten sechs Jahre um 47,1% deutlich gestiegen.

Die Dominanz der chinesischen Möbelausfuhren wird auch bei einem Blick auf die weiteren Länder der Top-Möbelexporteure deutlich: Auf dem zweiten Rang liegt Deutschland mit einem Wert von 10,6 Mrd. US Dollar aus esxportierten Möbeln und Ialien auf Platz drei (10,1 Mrd. US Dollar). Beide Länder sind im Vergleich zu 2010 nahezu konstant geblieben. Anders sieht die Entwicklung bei den restlichen zwei Ländern der Top 5 aus. Während Polen 2010 einen Umsatz von 7,0 Mrd. US Dollar mit ausgeführten Möbeln erzielte, steht für 2016 eine Wert von 9,6 Mrd. US Dollar zu Buche, was einem Plus von 37,1% entspricht. Noch deutlicher fällt diese Steigerung in Vietnam aus. Führte das aufstrebende Land 2010 noch Möbel für 3,7 Mrd. US Dollar aus, so liegt der Umsatz 2016 schon bei 7,3 Mrd. US Dollar (+97,3%).

Möbelimporte: USA klar vorne

Die meisten Möbel dieser Länder gehen dabei klar in die USA, die 2016 Möbel für 33,8 Mrd. US Dollar einführten und damit noch etwas mehr als 2015 (+3,9%). Auf Platz zwei liegt auch hier Deutschland mit eingeführten Möbeln im Wert von 13,0 Mrd. US Dollar, was fast dem Umsatz von 2015 entspricht (12,7 Mrd. US Dollar). Dahinter rangiert Großbritannien mit importierten Möbeln für 7,1 Mrd. US Dollar, was ebenfalls kaum eine Veränderung gegenüber 2015 bedeutet (7,2 Mrd. US Dollar). Frankreich mit 6,8 Mrd. US Dollar und Kanada mit 5,4 Mrd. US Dollar komplettieren die Top 5 der Möbelimporteure.

Weltweiter Möbelhandel stagniert

Der internationale Handel mit Möbeln lag 2016 bei insgesamt 132 Mrd. US Dollar. Damit hat sich dieser Wert seit 2013 – bis auf ein kleines Hoch 2014 – kaum mehr entscheidend gesteigert. Auch für 2017 und 2018 rechnet das CSIL mit in etwa den gleichen Umsätzen im internationalen Möbelhandel.

Allgemein schwierig mache eine Prognose allerdings der Brexit auf der einen Seite und die protektionistische Handelspolitik des größten Möbelimporteurs der Welt, der USA.


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