02.02.12 07:49
Light+Building: Licht- und Leuchtentrends 2012/2013
Rubrik: MöbelmarktDer Techniktrend: Leuchtendesigner Ingo Maurer setzt den Reflektor an die Außenhaut des Schirms aus gebogenen Aluminiumplatten, sodass das Licht von außen auf die Leuchte strahlt. Foto: Ingo Maurer Gmbh
Frankfurt/Main. Im Vorfeld der Light+Building, die vom 15. bis 20. April in Frankfurt am Main stattfindet, geben die Macher einen Ausblick auf die Lichttrends. Das sind 2012/2013 „Das Unverfälschte in Zeiten des technologischen Wandels“, „Die Natur hält Einzug in den Wohnraum“, „Luxus und Glamour“ und „Die Tischleuchten-Kultur: Vom Accessoire bis zum Helferlein“.
Im Leuchtendesign lassen sich aus einer Zeit des technologischen Wandels mit der Erleichterung der Arbeit, aber gleichzeitig Überforderung, Schnelligkeit und Reizüberflutung zwei grundlegende Trends ableiten: Technisch-industrielles Design und im Gegenzug der Hang zur Natürlichkeit. Der rohe Charme des Industriellen erstrahlt in meist modernen, sachlichen Interieurs in Form von Leuchten aus Aluminium, Stahl und Blech, gebogen, gehämmert und gern auch in lässiger Vintage-Optik. Technische Elemente wie Kabel, Leuchtmittel, Schrauben und Scharniere bleiben sichtbar und werden bewusst als Gestaltungselement eingesetzt.
Der Trend zur Natürlichkeit spiegelt sich im Leuchtendesign vor allem bei den Materialien wieder: Naturbelassenes Holz und leichtes Papier, schlichte Formen gepaart mit einer fast skandinavischen Sachlichkeit und Wertigkeit. Doch nicht nur als natürliches Material, auch in Form von Imitation zieht die Natur in den Wohnraum ein: Es ranken sich glitzernde Blumen aus Polykarbonat um das Leuchtmittel herum, LED-„Blätter“ leuchten an den Spitzen eines verflochtenen „Geästs“ aus feinen Metalldrähten und Standleuchten biegen sich in einem perfekten Bogen wie eine Wasserfontäne über den Tisch.
Nicht nur als Imitation sondern auch in stilisierter Form zeigt sich der Wunsch nach Natürlichkeit im Leuchtendesign: Objekte, die in amorphen Formen zu fließen scheinen und denen man ihre Funktion als Leuchte auf den ersten Blick nicht ansieht. In Anlehnung an Wolken oder flüssiges Metall und an nahezu unsichtbaren Halterungen befestigt, sind diese Leuchten Skulpturen im Wohnraum, Hingucker, ein individuelles Statement. Ebenso fließend wie die Formen ist hier auch der Übergang zum Luxus – schließlich sollte nicht nur das Licht moderner Wohnraumleuchten brillant sein. So sind auch Luxus, Eleganz und Glamour ungebrochen im Trend: In ihrer Form eher klassisch und zurückgenommen, glänzen die Luxus-Leuchten durch lackierte, meist schwarze oder golden-glänzende Oberflächen.
Einen regelrechten Siegeszug treten die Tischleuchten an: Klein, flexibel und als Designerstück meist sogar für den durchschnittlichen Geldbeutel erschwinglich, schmücken sie mit Humor und Einfallsreichtum die Wohnräume, quer durch alle Altersklassen, Lebens- und Einrichtungsstile. Sie dienen als witzige, kleine Lichtspender in der Küche, als atmosphärisches Accessoire im Ess- und Wohnbereich ebenso wie als Leseleuchte im Schlafzimmer. Und es darf ruhig etwas bunter sein. Einige Designer gehen sogar noch weiter und personifizieren die kleinen Leuchten regelrecht: Mit stilisierten Schirmen, die wie kleine Hüte wirken, besitzen viele Tischleuchten eine bewusst niedliche Anmutung.
Die kommende Saison bringt außerdem eine Fülle von neuen Minileuchten-Modellen auf den Markt – in allen erdenklichen Formen und Farben. Multifunktionalität ist gefragt: Vom Telefon zum Smartphone, vom Computer zum Tablet, von der Leuchte zum Einrichtungsobjekt mit Zusatznutzen. So dient die Leseleuchte beispielsweise nicht mehr nur als Lichtspender sondern zugleich als Buchablage.
Über die neuesten Entwicklungen in der Raumgestaltung und die Wohntrends für 2012/13 informiert das Trendforum exklusiv auf der Light+Building in Frankfurt am Main. Inszeniert werden stilistische Hauptrichtungen in jeweils einer Wohnwelt. Die Umsetzung übernimmt das Stilbüro bora.herke.palmisano aus Frankfurt am Main und Berlin. Das Trendforum ist im Foyer zwischen den Hallen 5.1 und 6.1 zu finden.
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ich bin schon sehr gespannt auf die Neuerungen dieses Jahr. Gerade durch den Siegeszug der LEDs wird es spannend werden, welche neuen Gestaltungsformen und Materialkombinationen vorgestellt werden. In jedem Fall werden die Designs vielfältiger und individueller werden.
Grüße
Georg Hildebrand
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