19.02.10 12:54
Neue Studie: Vor- und Nachteile des Online-Möbelhandels
Rubrik: MöbelmarktKöln. Das E-Commerce-Center Handel hat sich in einer Studie dem Thema „Ungenutztes Potenzial im Internet-Möbelhandel“ gewidmet. Aus einer Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (Agof) gehe hervor, dass sich in den Monaten April bis Juni des vergangenen Jahres etwa 44 % der Internetnutzer über Möbel und Wohnen informiert hätten. Lediglich 14,9 % seien jedoch tatsächlich mit einer Bestellung aktiv geworden. Den Ursachen für die Zurückhaltung der Konsumenten geht das E-Commerce-Center Handel in seiner Veröffentlichung auf den Grund.
Die Heimlieferung erweise sich nicht als Nachteil. Allein wegen der Maße der meisten Möbelstücke sei auch im stationären Möbelhandel eine Zustellung üblich.
Als größte Schwäche stelle sich nach wie vor die mediale Vermittlung von Optik und Haptik dar. Hier würden gutes Bildmaterial, Produktvideos und interaktiv betretbare „Wohnwelten“ Ansätze für Verbesserungen bieten. Zum Transport der Haptik stehe jedoch den Onlineanbietern nach wie vor keine Alternative zur Versendung von Materialproben zur Verfügung. Deshalb sei ein serviceorientiertes Retourenmanagement ein besonders wichtiges Kriterium für potenzielle Kunden.
Dem gegenüber stehe, dass E-Commerce-Anbieter durch optimierte Bestellprozesse und den Verzicht auf kostspielige Ausstellungsflächen einen Preisvorteil von bis zu 80 % an ihre Kunden weitergeben könnten.
Viele Konsumenten würden sich im Möbelhaus detailliert beraten lassen und anschließend bei einem kostengünstigeren Online-Anbieter bestellen. Laut Studie biete der Onlinehandel deshalb auch Chancen für bisher ausschließlich stationär tätige Möbelhäuser.
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