Entsorgung der Transportverpackung „Ein gutes System, das funktioniert“

Mittwoch, 20. Januar 2016

Kategorie: Möbelmarkt

Informieren auf der imm über Recycling von Transportverpackungen: die Interseroh-Vertreter Frank Leonhardt, Holger Freier und Marc Mießemer mit Gerhard Richter (v.li.n.re.). Photo: Schultheiß

Köln.

Entsorgung und Recycling von Transportverpackungen darf für die Möbelbranche kein Randthema sein. Erstmals ist auf der imm cologne ein Aussteller zu Gast, der qua Ausschreibung 600 deutschen und internationalen Herstellern und 3.000 Händlern ein wichtiger Partner ist: das Entsorgungsunternehmen Interseroh. Auf Seiten der Industrie kümmert sich Rauch-Geschäftsführer Gerhard Richter als Vorsitzender des beim VDM angesiedelten Beirats für die Entsorgung von Transportverpackungen der Möbelbranche ehrenamtlich um die Abwicklung dieses wichtigen Bereichs.

Denn seit 1991 gelten strenge gesetzliche Rahmenbedingungen:Die Stellschrauben wurden seitdem immer weiter angezogen“, berichtet Rauch. Umso wichtiger also, bei den Produzenten ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen, um das Kreislaufsystem aufrecht zu halten und auszuweiten: „Vor allem manche ausländische Möbelbauer wissen nicht immer um die deutsche Gesetzeslage“, erklärt Richter, der nicht müde wird, für „ein gutes Konzept, das funktioniert“, zu werben.

Wirtschaftsprüfer rechnen nach

Bei Transportverpackungen fallen jährlich 40.000 Tonnen Papier, Folie, Kunststoff und Holz als Abfallstoffe an. Der Handel muss nichts für die Beseitigung zahlen, die Kosten trägt die Industrie: „Gerade große Hersteller wären gar nicht in der Lage, diese Aufgabe im Alleingang zu übernehmen“, so Richter. Je mehr Möbelhersteller in diesem genossenschaftlichen System involviert sind, desto besser und kostengünstiger funktioniert es. Denn anders als im europäischen Ausland, etwa in Frankreich, wo die Unternehmen ihrem jeweiligen Umsatz entsprechend Abschläge zahlen müssen, wird in Deutschland genau nach Materialen abgerechnet und von Wirtschaftsprüfern nachgerechnet.

Richter hat auch einen Wunsch an die Politik, nämlich das System bundesweit zu vereinheitlichen. Bislang liegen die Zuständigkeiten in den Ländern bei jeweils verschiedenen Ministerien – auch dieser Schritt könnte für noch mehr Akzeptanz bei den Produzenten sorgen.

 




Kommentare

Keine Kommentare vorhanden

Kommentar hinzufügen

* Pflichtfeld

*



CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
*
*