Österreichischer Wohnunsbau 2025
Baubewilligungen stark gesunken

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Wien (Österreich). Die Wohnbaubewilligungen in Österreich sind im Jahr 2025 stark zurückgegangen. Verantwortlich dafür war ausschließlich der Geschoßwohnbau. Dennoch dürften die Baubeginne im laufenden Jahr leicht wachsen. Das geht aus den Berechnungen von Branchenradar Marktanalyse hervor. 

Im 4. Quartal 2025 wurden um fast 15% mehr Wohneinheiten für den Bau in neuen Gebäuden freigegeben als im Jahr davor. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern (EZFH) lag das Plus bei 6,6%, bei Mehrfamilienhäusern (MFH) sogar bei 17,4% gegenüber dem Vorjahresquartal. Was das Gesamtjahr betrifft, ist die Bilanz laut den Experten allerdings weniger erfreulich, nicht zuletzt, weil Statistik Austria die Zahlen für die Vorquartale zum Teil massiv korrigiert hat:

Insgesamt wurden im Vorjahr rund 31.700 Wohneinheiten in neuen Gebäuden bewilligt, um 6,9% weniger als im Jahr davor. Die Neubaugenehmigungen sanken allerdings ausschließlich im Objektwohnbau (MFH). Im Jahresvergleich wurden um 12,5% weniger Wohnungen bewilligt, insgesamt nur noch rund 21.700. Im Jahr 2020 waren es noch 45.300 Wohneinheiten.

Mit Ausnahme von Tirol, Vorarlberg und Wien sanken die Bewilligungen in allen Bundesländern, zum Teil substanziell. Besonders prekär war die Lage laut den Experten in Niederösterreich. Die Anzahl der genehmigten Wohnungen in neuen MFH sank dennoch um 52,9% gegenüber dem Vorjahr. Mit lediglich 1.549 genehmigten Wohnungen wurden nur um rund 200 Wohnungen mehr zum Bau freigegeben als in Vorarlberg, bei einem Bevölkerungsverhältnis von mehr als 4 zu 1. Ähnlich alarmierend war die Lage in Oberösterreich (-35,2%), im Burgenland (-34,5%), der Steiermark (-26,8%) und in Salzburg (-41,1%). Einen deutlichen Aufschwung gab es hingegen in Tirol (+56,1%) und Vorarlberg (+17,8%). In Wien erhöhten sich die Neubaugenehmigungen (Wohnungsanzahl) um 1,6% gegenüber dem Vorjahr.

Ganz anders stellte sich im Vorjahr die Lage im kleinvolumigen Wohnbau dar. Die Anzahl der Neubaugenehmigungen erhöhte sich um 8,2% auf knapp 10.100 Wohneinheiten. Zuwächse gab es in allen Bundesländern, ausgenommen Salzburg. Im Burgenland wurden um ein Fünftel, in Vorarlberg um ein Drittel mehr bewilligt als im Jahr davor.

Positiver Ausblick auf das Jahr 2026

Aus heutiger Sicht erhöht sich laut den Experten im laufenden Jahr auf Bundesebene die Anzahl der genehmigten Wohneinheiten in neuen Gebäuden um rund 15%. Da sich das Timelag zwischen Bewilligung und Baustart zuletzt deutlich verkürzte, rechnet Branchenradar auch bei den Baubeginnen mit einem moderaten Plus von zirka 2% gegenüber Vorjahr. Bei EZFH soll sich der Aufschwung mit erhöhtem Tempo fortsetzen. Die Neubaugenehmigungen wachsen 2026 im Jahresvergleich voraussichtlich um etwa 16%, die Baustarts um 4%. Die Experten erwarten im Jahr 2026 somit die Baufreigabe für zirka 36.700 Wohneinheiten und um knapp 3% mehr in Bau gesetzte Wohneinheiten (Baustarts).

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