Abmahnungen im E-Commerce
Händler vermehrt von Abmahnungen betroffen
Leipzig. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der von Abmahnungen betroffenen Händler im Online-Handel deutlich gestiegen – insbesondere im Wettbewerbsrecht (42%) und beim Verpackungsgesetz (40%). Das geht aus der Abmahnstudie 2025 des Händlerbundes hervor.
Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Abmahnungen laut der neuen Studie wieder zugenommen. Gaben 2023 nur 12% der Händler an, betroffen gewesen zu sein, sind es 2024 bereits 18%. Auch die Wahrnehmung hat sich verändert – 27% empfinden, dass es häufiger zu Abmahnungen kam (2023: 20%). Gleichzeitig berichten 79% der Händler von einem verschärften Konkurrenzdruck – ein Anstieg um 4% im Vergleich zu 2023.
Das größte Risiko für Abmahnungen sehen 42% der Online-Händler im Wettbewerbsrecht, dicht gefolgt vom Verpackungsgesetz, das 40% als problematisch empfinden. Auffällig sei zudem, dass viele Händler auf Abmahnungen gar nicht reagieren (41%) oder alternative Wege zur Konfliktlösung suchen. Nur 17% haben die Summe gezahlt, während 27% mit einem außergerichtlichen Vergleich reagiert haben.
Tim Arlt, CEO des Händlerbundes, sagt: „Die Rechtslage ändert sich ständig. Hier sollte man immer aktuell bleiben, seine Online-Präsenz regelmäßig auf Aktualität prüfen und diese auf dem neuesten Stand halten. So lassen sich rechtliche Stolperfallen vermeiden und teure Abmahnungen oder Strafzahlungen effektiv vorbeugen.“
Der Händlerbund hat in seiner jährlichen Studie insgesamt 164 Händler dazu befragt, welche Gründe, Kosten und Konsequenzen mit Abmahnungen verbunden sind.
Die vollständige Abmahnstudie 2025 finden Sier hier: https://www.haendlerbund.de/de/news/aktuelles/abmahnstudie-2025.