Alinéa
Neuer Eigentümer übernimmt Möbelmarke

Avignon / Issy-les-Moulineaux (Frankreich). Die französische Möbelmarke Alinéa ist nach ihrer Liquidation vom neuen Eigentümer MH France übernommen worden. Nach der Schließung aller 36 Einrichtungshäuser kehrt das Unternehmen vorerst als reiner Onlineshop auf den Markt zurück. Das geht aus einem Bericht der Plattform „NextPlz“ hervor.

Gut drei Monate nach der Liquidation der bisherigen Betreibergesellschaft wird die 1988 in Avignon gegründete Möbelmarke dank einer Übernahme neu belebt. Käufer ist MH France, die französische Tochter des chinesischen Konzerns Aosom, spezialisiert auf E‑Commerce für Home- und Gartenprodukte. Das Handelsgericht hat am 9. Juli den Verkauf der Marke und ihrer Nutzungsrechte genehmigt.

Alinéa war bereits 2020 während der Corona-Pandemie erstmals in gerichtliche Sanierung gegangen, Ende 2025 folgte ein erneuter Einbruch. Nachdem sich der rumänische Konzern SDC Holding am 12. Februar aus dem Rennen um eine Gesamtübernahme zurückgezogen hatte, wurde das Unternehmen am 31. März liquidiert: Alle Filialen wurden geschlossen, rund 1.200 Arbeitsplätze gingen dabei verloren. Der offizielle Online-Shop hatte bereits am 26. Februar die Auftragsannahme eingestellt.

Der neue Eigentümer MH France ist seit 2012 in Frankreich auf Online-Marktplätzen mit Möbeln und Gartenprodukten aktiv. Das Unternehmen mit Sitz in Issy-les-Moulineaux und vier Lagern im Zentrum des Landes beschäftigt nach eigenen Angaben 130 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 140 Mio. Euro.

Kurzfristig plant MH France, die Alinéa-Website unter Nutzung der im E‑Commerce, in der Logistik und im Kundenservice bei Aosom gesammelten Expertise wieder online zu bringen. Langfristig will der Konzern den Aufbau eines Franchise-Filialnetzes prüfen.


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