AMK-Wirtschaftspressekonferenz 2026
Küchenbranche mit stabiler Entwicklung im Jahr 2025

(v.l.) Alexander Wolf, NIQ/GfK Consultant CSM I Elektrogroßgeräte, Volker Irle, CEO der AMK, Bernd Weisser, Nobilia, und Christian Gerwens, Miele. Foto: Lehmann

Köln. Die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e. V. (AMK) hat am heutigen 3. Juni in Köln die Zahlen der Küchenbranche für das Jahr 2025 vorgestellt. Der Gesamtumsatz der Küchenmöbelindustrie lag mit rund 5,63 Mrd. Euro nur leicht unter Vorjahr. Der Jahresstart 2026 brachte erste positive Signale. Eine nachhaltige Markterholung erwartet die AMK jedoch erst in den Folgejahren.

Vorgestellt wurden die Branchendaten von Volker Irle, CEO der AMK, den AMK-Vorstandssprechern Christian Gerwens, Miele, und Bernd Weisser, Nobilia, sowie Alexander Wolf, NIQ/GfK Consultant CSM I Elektrogroßgeräte. Nach schwierigen Marktjahren hat sich die Küchenmöbelindustrie im Vorjahr gefestigt, so die AMK. 

Die deutsche Küchenmöbelindustrie erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von rund 5,63 Mrd. Euro. Gegenüber 2024 entspricht dies einem leichten Rückgang von 0,42%. Der Inlandsumsatz entwickelte sich mit plus 0,08% nahezu seitwärts und erreichte rund 3,04 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz lag mit rund 2,59 Mrd. Euro um 1,01% unter dem Vorjahreswert. Die Exportquote blieb mit 46% auf hohem Niveau. Im internationalen Geschäft verhinderte insbesondere die Entwicklung im wichtigsten Exportmarkt Frankreich ein besseres Ergebnis. Mehrere andere relevante Exportmärkte zeigten dagegen leichte Erholungstendenzen.

Auch im Gesamtmarkt behaupteten Küchenmöbel ihre starke Position. Während der Möbelmarkt 2025 erneut leicht rückläufig war und mit minus 1,1% wieder auf dem Niveau von 2019 lag, entwickelte sich der Küchenmöbelmarkt im Vergleich zu anderen Warengruppen weiterhin robust. Küchenmöbel erreichten 2025 einen Anteil von 28,7% am Möbelmarkt und bleiben damit der bedeutendste Teilmarkt.

Diese Entwicklung schlug sich auch in den Zahlen des Küchenfachhandels nieder: Laut GfK-Panelmarkt konnte der Küchenfachhandel in Deutschland seine Umsätze mit Küchenmöbeln um 3,9% steigern. Zwar ging die Verkaufsmenge um 1,3% zurück, der durchschnittliche Auftragswert stieg jedoch um 5,3%. Nach einem Preisplateau in den vergangenen beiden Jahren spricht dies für eine stärkere Orientierung der Verbraucher an höherwertigen Küchenlösungen. Der durchschnittliche Küchenpreis lag 2025 bei 12.177 Euro. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stieg er weiter auf 12.404 Euro.

Auch bei Hausgeräten zeigt sich die wachsende Bedeutung küchennaher Vertriebskanäle. Während der Gesamtmarkt für Haushaltsgeräte 2025 unter Druck stand, konnten die Küchenspezialisten ihren Anteil im Markt für die klassischen Haushaltsgroßgeräte laut GfK von 14,9 auf 15,6% ausbauen. Besonders deutlich wird die Stärke des Küchenfachhandels bei Einbaugeräten im Möbel- und Küchenfachhandel: Hier entwickelte sich das Geschäft 2025 positiv: Die Verkaufsmenge stieg um 0,8%, der Verkaufsumsatz um 2,0% und der durchschnittliche Auftragswert, beziehungsweise Preis um 1,2%. Damit hebt sich der Küchenfachhandel von anderen Vertriebskanälen ab, die 2025 stärker unter Druck geraten sind.

Der Start in das Jahr 2026 fiel für die deutsche Küchenmöbelindustrie zunächst positiv aus. Im ersten Quartal stieg der Inlandsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,22% auf rund 774 Mio. Euro. Der Exportumsatz legte um 4,01% auf rund 651 Mio. Euro zu. Insgesamt erzielte die deutsche Küchenmöbelindustrie von Januar bis März 2026 einen Gesamtumsatz von rund 1,43 Mrd. Euro, ein Plus von 3,58%. Die AMK bewertet diese Entwicklung vorsichtig. Der starke Jahresauftakt im Januar setzte sich in den Folgemonaten laut den Experten nicht in gleicher Weise fort. Für 2026 geht die AMK daher weiterhin von einer Seitwärtsbewegung aus.

Einen ausführlichen Bericht zur AMK-Wirtschaftspressekonferenz 2026 lesen Sie in der kommenden Juni-Ausgabe des küche&bad forum.


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