Aquinos Bedding Switzerland
Traditionsunternehmen in Konkurs
Das Bezirksgericht im schweizerischen Willisau hat zum 31. Oktober ein Konkursverfahren über den Bettenhersteller Aquinos Bedding Switzerland eröffnet. Damit droht dem traditionsreichen Unternehmen mit Marken wie Swissflex und Superba das endgültige Aus. Das Unternehmen war seit 2022 Teil der portugiesischen Aquinos-Gruppe, die es vom belgischen Recticel-Konzern übernommen hatte.
Die Portugiesen hatten sich mit dem Kauf offenbar überhoben. Erst im Mai musste Aquinos seine belgische Tochter verkaufen, im Spätsommer folgten die Insolvenz in Deutschland mit der Marke Schlaraffia sowie in Österreich. Beim Tochterunternehmen in den Niederlanden ruht offenbar seit Monaten die Produktion.
Wie in Schweizer Medien berichtet wird, sollen den Beschäftigten des Unternehmens mit Sitz in Flüh bereits seit Monaten keine Löhne mehr ausgezahlt worden sein. Die Luzerner Zeitung berichtete von gravierenden finanziellen Engpässen bei Aquinos Bedding Switzerland. Demnach sollen irgendwann „schlicht keine Rechnungen mehr bezahlt“ worden sein.
Ob und wie es mit den Marken weitergeht, ist offen. Namen wie Superba oder Swissflex haben zwar einen guten Klang, insbesondere Swissflex wurde im deutschen Bettenfachhandle viele Jahre lang gut verkauft. Ob es jedoch Übernahme-Kandidaten für einzelne Geschäftsbereiche oder Markenrechte gibt, ist derzeit völlig offen.