Blanc & Fischer Familienholding
Umsatzsteigerung auf Allzeithoch

Die Blanc & Fischer Familienholding hat ein herausforderndes Geschäftsjahr gut abgeschlossen: Der Umsatz stieg 2022 um 4,5% auf einen neuen Höchstwert von 1,45 Mrd. Euro, erklärte die Geschäftsführung um CEO Bernd Eckl am Montag in einem Pressegespräch am Stammsitz in Oberderdingen.

„Das war ein Kraftakt, und ich bin stolz auf unsere Mann- schaft, die wirklich Außerordentliches geleistet hat“, sagte Eckl. Gleichzeitig habe die hohe Inflation branchenweit Preissteigerungen nötig gemacht. Der CEO sprach von einem zweigeteilten Jahr: „Im ersten Halbjahr 2022 haben auslaufende Cocooning-Effekte aus der Pandemiezeit noch für volle Auftrags- bücher gesorgt, im zweiten Halbjahr bremsten der Ukraine-Krieg und die hohe Inflation die Nachfrage.“ Als Folge der deutlich gestiegenen Zinsen befänden sich aktuell die Neubauaktivitäten in Europa auf einem Zwölf-Jahres-Tief. Auch die privaten Renovierungen hätten – abgesehen von Energiemaßnahmen – den niedrigsten Stand der vergangenen acht Jahre erreicht. Geringere Auslastung und höhere Kosten hätten das Ergebnis der Blanc & Fischer Familienholding im Berichtsjahr belastet. Für 2023 erwartet die Geschäftsführung ein Übergangsjahr mit weiterhin zurückhaltender Nachfrage auf den relevanten Märkten.

Mit 27% entfiel der größte Umsatzanteil auf Deutschland. Dort legte der Umsatz 2022 noch einmal um 6,5% auf 392,1 Mio. Euro zu. Der Rest Europas wuchs um 4,3% und steuerte 684,2 Mio. Euro bei, was in Summe einen europäischen Umsatzanteil von rund 70% bedeutet. Mit einer Steigerung von 8,2% auf

Der größte Anteil der Umsätze entfällt auf die E.G.O.-Gruppe (805,0 Mio. Euro; +4,2%), gefolgt von Blanco (492,6 Mio. Euro; +2,0%) und B.PRO mit 123,0 Mio. Euro (+21,0%). Die weiteren Tochtergesellschaften Arpa, Kugel und Atoll erwirtschafteten zusammen einen Umsatz von rund 65 Mio. Euro und blieben mit einem Rückgang von 2,3% knapp unter dem Vorjahreswert.

CFO Heiko Pott betonte den großen Beitrag der in der BLANC & FISCHER Familienholding zentral gebündelten Funktionen, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. „Die Energie-, Material- und Frachtkostensteigerungen sowie massive Verfügbarkeitsprobleme haben klar gemacht, wie wichtig das Beschaffungswesen ist. Durch die Bündelung von Kompetenzen und Einkaufsvolumina in der Blanc & Fischer-Gruppe konnten wir bei Lieferpartnern Vorteile erzielen. Wir haben es geschafft, frühzeitig Lieferkontingente ab- zusichern und internationale Zusammenarbeit zu nutzen. Das half uns, mit den großen Herausforderungen der Versorgungssituation umzugehen“, erklärte Pott. Auch im Bereich Corporate Human Resources hätten sich auf Holdingebene gebündelte Kompetenzen und Kapazitäten bewährt. Als Beispiel nannte er die Entwicklung unternehmensweiter Führungsgrundsätze mit Ver- antwortlichen aus 20 Standorten und deren weltweite Implementierung bei den mehr als 500 Führungskräften. „Dieser Prozess an den Standorten läuft über das Berichtsjahr hinaus, aber wir sehen jetzt schon, dass die Unternehmenskultur von solch klaren Grundsätzen profitiert. Sie geben den Menschen Orientierung, und das ist gerade in unruhigen Zeiten wichtig“, sagte Pott.

Einen ausführlichen Bericht zur Entwicklung der Blanc & Fischer Familienholding, insbesondere mit Blick auf das Geschäftsjahr von Blanco, lesen Sie in der kommenden Ausgabe des küche&bad forum.


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