Breckle Weida
Positive Signale nach der Insolvenz
Die Sanierung des Matratzenherstellers Breckle Weida kommt nach Angaben des Insolvenzverwalter planmäßig voran. Das Insolvenzverfahren war am 1. August eröffnet worden. Nach Angaben von Rechtsanwalt Kai Dellit läuft der Geschäftsbetrieb uneingeschränkt weiter. „Die Auftragslage hellt sich auf und das Interesse potenzieller Investoren ist hoch. Das sind gute Voraussetzungen, um Breckle Weida erfolgreich in die Zukunft zu führen“, so der Insolvenzverwalter.
Der Eröffnung des Insolvenzverfahrens als Regelverfahren war eine bewusste Entscheidung des Geschäftsführers Gerd Breckle vorausgegangen, der seinen zunächst gestellten Antrag auf Eigenverwaltung freiwillig zurückgenommen hatte. Hintergrund ist, dass sich seine Familie als Investor am laufenden Investorenprozess beteiligen möchte. „Mir ist wichtig, jeden Anschein einer Interessenkollision zu vermeiden und für unsere Gläubiger volle Transparenz herzustellen“, so Breckle. „Deshalb war für die Fortsetzung der Sanierung im Regelinsolvenzverfahren der richtige und faire Weg.“
Im Jahr 2025 hatte Breckle Weida in Vorbereitung eines erwarteten Großauftrags zusätzliche Beschäftigte eingestellt. Da dieser Auftrag jedoch nicht im erhofften Umfang zustande kam und auch die übrige Nachfrage verhalten blieb, leitete das Unternehmen Anfang 2026 einen Personalabbau ein. Zu diesem Zeitpunkt waren noch etwas über 300 Menschen bei dem 1932 gegründeten Familienunternehmen beschäftigt. Der Abbau wurde während der vorläufigen Eigenverwaltung abgeschlossen. Künftig sind rund 235 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen tätig.
Durch diese und weitere Restrukturierungsmaßnahmen sei Breckle Weida in der Lage, die Löhne und Gehälter aus eigener Kraft zu zahlen, nachdem das Insolvenzgeld im Juli 2026 ausgelaufen ist, heißt es in einer Mitteilung des Insolvenzverwalters. Die Marktposition von Breckle Weida bleibe stabil, die Kunden hielten dem Unternehmen ebenso die Treue wie die Lieferanten. Das schlage sich in einem hohen Auftragseingang für die kommenden Monate nieder.
Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über vollständige Inhouse-Fertigungskapazitäten mit eigener Forschung, eigenem Schaumstoff- und Holzwerk mit Tischlerei für Bettenfertigung, sowie eigener Näherei und Stepperei. Matratzen, Lattenrahmen, Polster- und Boxspringbetten liefert Breckle nach ganz Europa, sowohl unter der Marke Breckle als auch als Eigenmarke des jeweiligen Händlers.