Breckle Weida
Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung gestartet
Ein weiteres Unternehmen der Möbelbranche steckt in Schwierigkeiten: Die Breckle Matratzenwerk Weida hat heute angekündigt, ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung zu starten, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Der Betrieb läuft in dieser Sanierungsphase ohne Einschränkungen weiter.
Steigende Preise für Rohstoffe und Energie auf der einen, die Forderungen des Handels nach Kostensenkung auf der anderen Seite – die Probleme der gesamten Matratzenindustrie in Deutschland seien nach Angaben des Unternehmens auch jetzt der Auslöser für das Sanierungsverfahren gewesen. Zuletzt meldeten Hersteller Mehrkosten von bis zu 25 %, unter anderem durch die hohe internationale Nachfrage und die gestörten Lieferketten. Die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH, einer der größten deutschen Hersteller von Matratzen und Schlafmöbeln, will sich daher mit einer Restrukturierung neu aufstellen, um auf aktuelle und künftige Herausforderungen schneller und besser reagieren zu können.
Umorganisation und Erschließung von Marktpotentialen
„Die Lage in der Matratzenindustrie ist seit Jahren angespannt“, bestätigt auch Geschäftsführer Gerd Breckle. Er ergänzt: „Seit Jahresbeginn sind die Kosten erneut sprunghaft gestiegen. Der Markt bietet jedoch weiterhin großes Potential. Ich bin überzeugt, dass wir uns dieses mit unserem Team und unseren Produkten erschließen können.“ Das Unternehmen mit rund 270 Mitarbeitenden will durch die Sanierung seine Organisationsstruktur optimieren und seine Resilienz stärken, um langfristig zukunftsfähig zu bleiben. Die Umstrukturierung erfolgt unter dem Schutz eines Eigenverwaltungsverfahrens. Als (vorläufiger) Sachwalter vertritt Rechtsanwalt Kai Dellit, Partner der Kanzlei "hww hermann wienberg wilhelm", hierbei die Interessen der Gläubiger. Die Restrukturierungsmaßnahmen betreffen ausschließlich die Breckle Matratzenwerk Weida, nicht aber die Emil Breckle GmbH Steppwarenfabrik.
Für die Ausrichtung auf die Zukunft hat die Breckle Matratzenwerk Weida Experten hinzugezogen. Die Sanierungsberater und Generalhandlungsbevollmächtigten Klaus Ziegler, tmp. Transformation Management Partner GmbH, sowie Danny Hinkelthein, THORWART Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB, begleiten den Prozess. Beide äußern sich optimistisch für zum laufenden Sanierungsverfahren.
Bei einer Sanierung in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt und führt das Unternehmen unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters fort. Ziel des Verfahrens ist die nachhaltige Sanierung des Unternehmens und der Erhalt von Arbeitsplätzen.