Bundesverband Onlinehandel e.V. (BVOH)
EU bestätigt Beschränkungen im Onlinehandel

Foto: Archiv

Der finale Abschlussbericht zur EU-Sektoruntersuchung bestätigt die „Barrieren im Digitalen Binnenmarkt“ für kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Dies teilt der Bundesverband Onlinehandel e.V. am heutigen Donnerstag, den 11. Mai, mit.

Im Abschlussbericht der „Sektoruntersuchung eCommerce“ stellt die EU-Kommission eine Übersicht zu den existierenden Barrieren dar. „Die Sektoruntersuchung zeigt, dass energische Maßnahmen zwingend erforderlich sind. Und das sehr schnell, denn 50% der KMU leiden unter einer oder mehreren Vertriebsbeschränkungen. Sie sitzen in der sprichwörtlichen Falle, denn sie verfügen nicht über die nötige Handelsmacht, um Markeninhaber und Hersteller zu annehmbaren Geschäftslösungen zu bewegen“, warnt Oliver Prothmann (Foto), Präsident des Bundesverbandes Onlinehandel e.V. (BVOH). Im Abschlussbericht der Sektoruntersuchung zum elektronischen Handel beleuchtet die EU-Kommission Barrieren und Probleme, die die Etablierung des digitalen Binnenmarkts behindern.

BVOH sagt Unterstützung zu

Der Bundesverband Onlinehandel begrüßt das Ziel der Kommission, auf Basis von konkreten Fallentscheidungen das rechtswidrige Vorgehen der Hersteller zu Marktplatz- und Preissuchmaschinen-Verboten zu bestätigen. Hierbei werde der BVOH und die europaweite Initiative „Choice in eCommerce“ aktiv unterstützen.

Dem Bericht zufolge öffneten 64% der Hersteller ihre eigenen Webshops in den letzten Jahren, um den Verbraucher selber zu bedienen und „somit den Markt und die Preise zu kontrollieren“. 42% der Händler gaben an, Preisvorgaben zu erhalten, die zum Nachteil der Verbraucher und Verbraucherinnen zu Preiserhöhungen führen. Der BVOH fordert beispielsweise von der Politik die Stärkung der Wettbewerbsbehörden um den Onlinehandel für KMU offen zu halten.

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