Daten Competence Center e.V.
Vorstand einstimmig wiedergewählt

Zur DCC-Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl 2021 trafen sich in Herford die aus der Region kommenden Mitglieder und Gäste. Foto: DCC e.V.

Anfang November fand die Mitgliederversammlung 2021 des Daten Competence Center e.V. in hybrider Form statt: Während rund 15 Unternehmensvertreter persönlich in den Räumlichkeiten der Herforder Geschäftsstelle anwesend waren, verfolgten 20 weitere sowie verschiedene Gäste die Sitzung virtuell. Neben turnusmäßigen Wahlen zu Vorstand und Rechnungsprüfern, Arbeitsberichten aus Verband und Gremien beeindruckte Sven Scharfenbaum (KPMG) mit seinem Vortrag „Wie kann die Digitalisierung die Einkaufsabteilungen disruptieren?“

Nach Begrüßung durch DCC-Vorsitzenden Peter Jürgens (Polipol) und Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer hielt Sven Scharfenbaum den Impulsvortrag der Veranstaltung. Der Senior Manager der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG), der über die Digitalisierung als disruptiven Faktor im Einkauf referierte, hat einen profunden Hintergrund als einstiges Mitglied im DCC-Fachbeirat Wohnen für das vormalige Mitgliedsunternehmen Nolte in Delbrück.

Nach Analyse der aktuell wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen – Resilienz, ESG inkl. Klimaschutz, Cyber-Security sowie Digitalisierung – stellte er die besonderen Schwerpunkte für den Bereich Einkauf heraus: Ablösung papierbasierter Prozesse, Prozessdenken für „Self Services“, intelligente Datenauswertungen, verbesserte Ausgabentransparenz, das Arbeiten in integrierten Geschäftsprozessen, Vertiefung strategischer Partnerschaften, eine signifikante Absenkung bzw. Vermeidung von Opportunitätskosten und die wachsende Individualisierung.

Für den Einkauf in Möbelunternehmen sieht Scharfenbaum letztgenanntes als wichtigstes Handlungsfeld. Der KPMG-Berater betonte im Besonderen, dass es bei der Evolution des Einkaufs hin zu digitalen Betriebsmodellen viel weniger um ein klassisches IT-Projekt, als vielmehr um eine Geschäftstransformation handele – mit dem Fokus auf Geschäftsprozesse, die nun durch moderne digitale Technologien umsetzbar sind.

Hierzu präsentierte er ein abgestuftes „Entwicklungschart“ mit den Handlungsfeldern operative Exzellenz, Wert-Management sowie digitale Befähigung und einem sich verändernden Arbeitsanspruch von reaktiv über proaktiv bis hin zu präskriptiv. Sein anspruchsvoller und in die Tiefe gehender Vortrag schloss mit Erklärungen zur Transformationsroadmap für den Einkauf plus den zugehörigen Technologien bzw. Software-Lösungen, wie bspw. „Coupa“ als eine der marktführenden Beschaffungsplattformen.

Der anschließend von Dr. Plümer gehaltene Geschäftsbericht schlug einen weiten Bogen über das letzte Jahr – von der Öffentlichkeitsarbeit über die Mitgliederentwicklung bis hin zur Gremienstruktur. Hierzu ging DCC- Assistentin Anika Degenhard ins Detail und erhielt viel Beifall für die von ihr angestoßenen Optimierungen im IDM-Format. DCC-Berater Prof. Dr. Nektarios Bakakis sowie Iwofurn-Geschäftsführer Dietmar Weber rundeten mit ihren Beiträgen zum „DCC-Digitalindex“ bzw. zur neuen, zur IMM cologne 2022 startenden Wissensplattform „Moebel Digit@l“ die Mitgliederversammlung inhaltlich ab.

Mit Blick auf die – trotz aller Corona-Widrigkeiten – herausragenden Bilanz des branchenübergreifenden Dienstleisters für Daten- Kommunikation und -Standardisierung war die abschließende einstimmige Wiederwahl des DCC-Vorstands beinahe „Formsache“. So bilden Peter Jürgens als Vorsitzender, Dirk Fitzke (Nobilia) als dessen Stellwerter sowie Michael Stiehl (Rauch) als Kassierer weiterhin den DCC-Vorstand nach BGB.

Beisitzer bleiben Dr. Martin Ahnefeld (Ahnefeld) für die Möbellogistiker, Uwe Bojarra (Nolte Küchen) für die Hersteller, Dr. Lutz Holzmann (2020) für die Softwarehäuser sowie Sephan Wörwag (Der Kreis) für den Handel. Ebenfalls zwei weitere Jahre unterstützen als Rechnungsprüfer StB Dr. Kerstin Hofmeister sowie im Ehrenamt Torsten Meier (Bauformat) die Arbeit des Daten Competence Centers in Herford.


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