Daten Competence Center
Klassifizierung befürwortet

Die Mitglieder der Fachbeiräte Wohnen und Polster des DCC trafen sich zu ihren Sitzungen in Herford. Foto: DCC

Anfang September diskutierten die Daten Competence Center Fachbeiräte Wohnen und Polster in getrennten Sitzungen über die weitere Vorgehensweise bei der Klassifizierung von Möbeln und über die standardisierte Datenkommunikation im Internet.

Zu beiden Komplexen hatten sich die Branchenvertreter Gäste eingeladen – zum einen Arne Stock, Vorstand und COO von moebel.de, zum anderen Stefan Willms, als Chef der Heliox GmbH Auftragnehmer des DCC zur sachkundigen Umsetzung der Klassifizierung von Möbeln und dem Fachsortiment. Gastreferent Arne Stock von moebel.de beeindruckte die Mitglieder der Fachbeiräte mit einer sachkundigen Analyse des Internethandels in Bezug auf Möbel. Klar ist aus seiner Sicht, dass schon bald kein Möbel mehr gekauft wird, ohne dass eine Vorinformation im Internet stattgefunden hat. Dabei machte Stock deutlich, dass auch die Datenqualität künftig für den Erfolg entscheidend sei. Denn aktuell werden über 70% potenzieller Möbelkäufe abgebrochen durch unverständliche Produktbeschreibungen sowie unzutreffende oder unansehnliche Produktdarstellungen im Netz. Mit der Aussage „Ein Drittel aller Möbelhändler bezeichnen ihre eigenen Daten als ungepflegt“ elektrisierte der Gastredner schließlich jeden der Teilnehmer beider Fachbeiräte.

Die Ausführungen des Chief Operating Officers von moebel.de bildeten eine vorzügliche Steilvorlage für den Vortrag des Heliox-Chefs Stefan Willms. Dieser ist vom DCC beauftragt, die bisher kaum vorhandene Klassifizierung von Möbeln sowie der Fachsortimente voranzubringen. Dass eine vereinheitlichte Klassifizierung unter Regie des DCC erforderlich sei, war und ist nach vorherigen Branchengesprächen sowie den jüngsten Sitzungen von Wohnen und Polster weiter Konsens. Willms ging in seinen Ausführungen teils recht bildhaft vor. Beispiel „Verbrauchersicht“: Was ist ein Sessel – ein gepolsterter Stuhl oder eine einsitzige Couch? Im Kopf sei die Zuordnung meist klar, aber als Datensätze? So verschließen fehlende Klassifikationen dem kaufwilligen Laien ganze Produktwelten. Andere Branchen seien hier weiter, wie die globalen Anbieter eClass, GS1 und andere zeigen. Die nun entstehende Klassifizierung „Möbel und Einrichten“ sei vom Start weg hervorragend im Plan, so Willms. Obwohl Nachzügler, wurde mit Fristverlängerung diese Klasse zum 10. September in das eClass-Release 10.0 aufgenommen. Die Befüllung der in den Gremien noch nicht diskutierten 4. hierarchischen Ebene, der Feinstruktur mit allen Produktattributen, ist nun der nächste nötige Schritt, um die Möbel-Klassifikation bis zum Release 10.1 am 31. Mai 2017 etablieren zu können.

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