DCC-Fachbeirat Küche/Bad
Fokussiert Auftragsprüfung während der Küchenplanung

Zur DCC-Fachbeiratssitzung kamen über 30 Teilnehmer aus den Mitgliedsunternehmen der Sparte Küche und Bad zum gastgebenden Softwarehaus Carat in Dreieich. Foto: Carat

Unternehmensvertreter im Fachbeirat Küche/Bad des Daten Competence Centers e.V. trafen sich jetzt zu ihrer Sitzung beim Softwarehaus und DCC-Mitglied Carat. Nach Arbeitskreis- und Geschäftsbericht von DCC-Mitarbeiterin Kerstin Richter bzw. Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer stand der Austausch zur Gestaltung der Auftragsprüfung während des Bestell- und Planungsvorgangs im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dazu wurden mehrere Lösungsansätze vorgestellt.

Nach Begrüßung durch Dr. Olaf Plümer stellte Norbert Michael, Geschäftsführer des gastgebenden Hauses Carat, den rund 30 angereisten Teilnehmern vor. Die hier entwickelte Software ist seit drei Jahrzehnten im Markt etabliert, in 14 Sprachen verfügbar und wird von rund 6.000 Kunden in 70 Ländern eingesetzt. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 6.000 Kataloge auf Basis von IDM-Daten produziert. Über ein weltweites Vertriebsnetz steht neben Europa Asien im Fokus – insbesondere China, wo in Shanghai eine Niederlassung betrieben wird.

Küchenmöbelindustrie wünscht zentrale und neutrale Schnittstelle

Beim zentralen Tagesordnungspunkt „Auftragsprüfung während der Planungsphase“ übernahm Uwe Bojarra von Nolte Küchen den Aufschlag. Im Namen der „Großen“ unter den Küchenmöbelherstellern vertrat er deren Wunsch nach einer zentralen Schnittstelle zur Auftragskontrolle via Web-Services und unter Regie des unternehmensunabhängigen DCC.

Ausgehend von der jetzigen Situation mehrerer dezentraler Schnittstellen entwarf er das Worst-Case-Szenario, bei dem jeder Hersteller und jeder Softwareanbieter jeweils eine eigene Schnittstelle unterhielte. Nicht nur aus seiner Sicht lägen die Vorteile einer neutralen, gemeinsam betriebenen Schnittstelle auf der Hand: darunter die Senkung von Rückfragequoten und Planungsfehlern, die Weitergabe von Empfehlungen der Hersteller an den Küchenplaner zur

Qualitätsverbesserung der Planung direkt im Verkaufsprozess, die dann nur einmalige und zudem zentrale Bereitstellung der Plausibilitätsprüfungen und -algorithmen je Hersteller oder die einfache Übermittlung auftragsbezogener Lieferzeiten.

Der zweite Schwerpunkt-Vortrag wurde von Eric Hölper von SHD gehalten und stand unter dem Titel „Steigerung der Planungskompetenz und Vermeidung von kostenintensiven Planungs- und Bestellfehlern für Industrie und Handel durch intelligente und integrierte Planungsprüfung am Beispiel der Lösung ‚KPS protect’“.

Nach seinen Worten seien rund 40 % aller Küchenbestellungen fehlerhaft und können Reklamationen auslösen – die dann durchschnittlich 350 Euro je Einzelfall an Kosten verursachen. So würden nicht selten Dunstabzugshauben direkt neben zu öffnende Oberschranktüren platziert, ein „Klassiker“ sei die Kollision zwischen Schubkastenauszug und Unterschranktür in der Küchenecke. Hölper empfahl folglich die Implementierung von Prüfvorgängen in die Planungssoftware wie bei „KPS protect“.

Außerdem berichtete Frank Nanninga von RMTsoft aus Stuhr bei Bremen über seinen Wissensstand bei der automatischen Auftragsprüfung mit „Atak“. Diese Software-Lösung gewährleistet eine sekundenschnelle Plausibilitätskontrolle bei der Küchenplanung – übersichtlich gegliedert nach Fehler, Warnung, Hinweis sowie Prüfpunkt – und zeigt neuralgische Punkte sofort auf. Auf Basis von IDM Daten ist Atak offen für alle Küchenmöbelhersteller. Wie bei dem anderen auf dieser DCC-Beiratssitzung vorgestellten Prüfungsprogramm stehen auch hier die Qualitätsverbesserung der Angebote und Bestellungen sowie die Vermeidung von Reklamationen und Kundendienst-Fällen im Mittelpunkt – mit dem Ziel, mehr Zeit für das Wesentliche, nämlich dem Verkauf von Küchen, zu gewinnen.


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