DCC/ZIMLog
Erste Logistikplattform für Möbelindustrie gestartet

„Move-Hub“ ist die erste Logistikplattform branchenexklusiv für Möbelhersteller und Transportdienstleister – entwickelt in der gemeinsamen Logistikinitiative ZIMLog. Abbildungen/Fotos: ZIMLog

Mit „Move-Hub“ (www.move-hub.eu) ist kürzlich die erste Online-Plattform für Möbelhersteller und Transportdienstleister zur Optimierung logistischer Prozesse ans Netz gegangen. Ziel sei die smarte Organisation von Transportaufträgen, die Erhöhung der Auslastung von Ladeflächen und das Vermeiden von Leerfahrten sowie Standzeiten – somit die Erhöhung der Produktivität in der Logistikkette insgesamt und der optimale Einsatz der bekannt knappen Ressource LKW-Fahrer.

Das nach intensiver Testphase gestartete Projekt ist ein gemeinsames Vorhaben der unternehmensübergreifenden Logistikinitiative der Möbelbranche „ZIMLog“ unter dem Dach des Daten Competence Centers (DCC).

Nur branchenspezifische Lösungen sind maßgeschneidert

Unternehmensberater Harald Zoller, DCC-Mitglied Zoller Consulting GmbH, greift als Logistikpartner eines bekannten Möbelherstellers auf langjährige und umfassende Erfahrungen im Möbeltransport zurück. Ihm sind sowohl die Unzulänglichkeiten nicht branchenspezifisch angelegter Lösungen zur Transportoptimierung als auch die logistischen Besonderheiten beim Möbeltransport bekannt.

Gemeinsam mit Geschäftsführer Gerhard Hänel vom Berliner Start-up Impargo GmbH hat er eine „Ladungs- und Transportbörse“ entwickelt und nach erfolgreich absolvierten Tests jetzt öffentlich zugänglich gemacht. Unter der URL move-hub.eu haben künftig alle Interessenten – als Hersteller bzw. Verlader oder als Transportdienstleister bzw. Spediteur – die Möglichkeit, Touren zu optimieren und knappen Laderaum effizient zu planen bzw. zu nutzen.

Kostenoptimierung und schnellere Verfügbarkeit auf Verladerseite

„Move-Hub“ ermöglicht eine intelligente Auftragssuche mit permanent aktualisiertem Benachrichtigungsservice, die grafische Visualisierung und den unabhängigen Zugriff sowohl von Verlader- als auch Frachtführer-Ebene. Die Börse sei nicht nur für Kleinstmengen oder auf der Nord-Süd-Achse durch Deutschland interessant. Auch Lieferungen von geringem Umfang von und nach Osteuropa würden durch Ladeflächenkombinationen attraktiver.

Industrieseitig könnten verschiedene Verlader aus dem Neumöbelbereich kooperieren und ihre Frachten optimieren, was stets klare Kostenvorteile nach sich ziehe. Transportspitzen könnten gepuffert werden, für Werksauslieferungen könne einfach verfügbarer Laderaum akquiriert werden. Auch ist es über „Move-Hub“ möglich, dass qualifizierte Partner Überhänge von Umzügen, Teilpartien oder Rest- bzw. Zuladungen übernehmen.

Frachtführer reduzieren Stehtage und Leerkilometer

Auf der anderen Seite vermeiden Spediteure durch gezielte Ladungs- bzw. Rückladungssuche kostentreibende Leerkilometer oder reduzieren LKW-Stehtage bei der ansonsten aufwendigen Frachtsuche. Die Ladungsvermittlung über die Frachtbörse eröffne auch völlig neue Möglichkeiten der Markterschließung, indem Strecken mit geringem Transportaufkommen vom Ladungsvolumen her interessant werden.

Ein wettbewerbsgeschuldetes Preisdumping unterbinde Move-hub, denn die Börse bietet keine Auktionsmöglichkeiten und ist transparent. ZIMLog-Verantwortlicher Andreas Ruf dazu wörtlich: „Bei der Ladungsbörse geht es ausdrücklich nicht darum, Frachten zu verramschen! Sondern um den vorhandenen, immer knapper werdenden Laderaum perfekt auszulasten und somit beizutragen, die Möbellogistik zu optimieren.“

Brancheninitiative ZIMLog sichert Qualität und Unabhängigkeit

Hingegen stehen Effizienzsteigerungen durch Strecken- und Ladungsoptimierung sowie die Einhaltung anspruchsvoller Qualitätsstandards ganz klar im Fokus. Letztere überwacht die Initiative ZIMLog, die auch die beteiligten Nutzer zertifiziert. Nicht zuletzt seien die in Move-hub angelegten Firmenprofile interessant, um im Bedarfsfall schnell den bzw. die richtigen Partner finden zu können.

Aktuell sind alle Akteure aufgerufen, sich auf move-hub.eu zu registrieren. Eine hohe Beteiligung von Verladern und Speditionen sei wünschenswert – und werde nach bisherigen Interessensbekundungen erwartet.

Ab dem 1. Januar 2019 wird die Plattform „live“ geschaltet und Nutzer können ihre Frachten online stellen.

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