Der Mittelstandsverbund – ZGV
Bilanz nach 100 Tagen Bundesregierung

Dr. Henning Bergmann, Hauptgeschäftsführer Der Mittelstandsverbund – ZGV e.V. Foto: Peter Himsel

Berlin. Der Mittelstandsverbund hat sich zu den ersten 100 Tagen der neuen Bundesregierung geäußert. Der Verband fordert Nachbesserungen in den Bereichen Bürokratieabbau, Steuer- und Abgabenpolitik sowie bei der Gestaltung einer mittelstandsgerechten Wettbewerbsfähigkeit. 

Dr. Henning Bergmann, Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes, appelliert an die Bundesregierung: „Die neue Bundesregierung ist mit großen Ambitionen gestartet. Doch nach 100 Tagen zeigt sich: Die anfängliche Dynamik droht nachzulassen. Jetzt zählt vor allem eines: Ankündigungen müssen konkrete Ergebnisse bringen, sonst verpufft der Aufbruch. Dabei bremst vor allem unnötige Bürokratie die Unternehmen im kooperierenden Mittelstand aus. Das bedroht auch den Wirtschaftsstandort Deutschland. 

Es gilt, Ballast abzuwerfen und Wachstumspotenziale zu entfesseln. Denn unser kooperierender Mittelstand ist mehr als ein Fundament – er lebt eine Haltung: Verantwortung, Zusammenhalt und Innovationskraft. Gerade jetzt, unter den heutigen wirtschaftlichen Herausforderungen, beweisen viele Mittelständler, dass sie ihrem Standort treu bleiben und ihn zugleich aktiv mitgestalten. 

Die Politik muss Leistung, Eigenverantwortung und Unternehmertum wieder stärker wertschätzen. Und wenn sie in der nächsten Legislaturperiode wirklich einen Politik- und Stimmungswechsel vollziehen will, muss sie mehr Mut zum Dialog mit der Wirtschaft aufbringen.

Zuversicht ist gefragt – aber wir dürfen uns dabei nicht auf das Prinzip Hoffnung verlassen. Der Mittelstand braucht endlich gute Rahmenbedingungen: Rückenwind statt Bremsklotz, Freiraum statt Regulierungsdschungel.“ 


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