Deutsche Büromöbelindustrie 2025
Vermeldet deutliches Minus

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Wiesbaden. Die deutsche Büromöbelindustrie hat im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von rund 2,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Minus von 8,8% im Vergleich zum Vorjahreswert. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) hervor. 

Besonders stark betroffen war das Inlandsgeschäft, das um 10,3% zurückging, während der Auslandsumsatz mit einem Minus von 2,8% vergleichsweise stabil blieb. Die Exportquote der Branche erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht von 20,5% auf 21,9%.

Die meisten Verbandsunternehmen waren laut der Erhebung vom aktuellen Negativtrend betroffen. Dennoch zeigen sich deutliche Unterschiede. Besonders robust erwiesen sich Hersteller, die neben klassischem Büromobiliar auch Lösungen für Bildung, Gesundheitswesen oder projektbezogene Objektmöblierung anbieten und in mehreren Märkten aktiv sind. „Unternehmen, die ihr Geschäftsfeld breiter aufgestellt und frühzeitig auch internationale Märkte sowie ergänzende Services erschlossen haben, konnten die Rückgänge insgesamt besser abfedern“, betont Helmut Link, Vorsitzender des IBA. Die im Jahresverlauf leicht steigenden Aufträge aus Märkten außerhalb der EU (plus 2,8%) unterstreichen zudem die wachsende Bedeutung globaler Absatzstrukturen.

Die Branche reagierte laut IBA im Jahr 2025 mit einer vorsichtigen Anpassung ihrer Kapazitäten. Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl ging um 2,9% zurück, die geleisteten Arbeitsstunden nahmen um 5,5% ab. Statt eines flächendeckenden Stellenabbaus setzen viele Unternehmen dabei vor allem auf das Auslaufen befristeter Verträge, natürliche Fluktuation und Zurückhaltung bei Neueinstellungen. „Gleichzeitig nutzen unsere Mitglieder die aktuelle Phase, um ihre Produktivität weiter zu steigern und Digitalisierungsprozesse einschließlich entsprechender Qualifizierungen voranzutreiben“, sagt Link.

Verhaltener Ausblick

Vor dem Hintergrund der aktuellen Konjunkturlage rechnet der IBA kurzfristig nicht mit einer schnellen Trendwende. Gleichzeitig sieht der Verband weiterhin erheblichen Anpassungsbedarf in vielen Bürogebäuden. „Unsere Kunden haben die Neugestaltung ihrer Büros in den vergangenen Jahren vielfach nur aufgeschoben“, erklärt Link. „Sobald sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufhellen, wird dieser Nachholbedarf zum zentralen Treiber für die Nachfrage nach hochwertigen und flexiblen Einrichtungslösungen.“ Ungeachtet der aktuellen Lage investieren zahlreiche Hersteller weiter in zirkuläre Konzepte, digitale Services und Beratungsleistungen entlang des gesamten Projektzyklus.


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