Deutsche Bauwirtschaft
Lage der Branche verbessert sich
Düsseldorf. Die deutsche Bauwirtschaft ist in einem weiterhin schwierigen Umfeld unterwegs, aber die Auftragssituation der Betriebe hat gerade im ersten Viertel des Jahres zugelegt. Verarbeiterbetriebe und Architekturbüros zeigen sich weitgehend unbesorgt und erwarten überwiegend Umsatzzuwächse oder zumindest keine Verschlechterung gegenüber 2025. Das zeigt eine Befragung von BauInfoConsult im Rahmen der Marktstudie „Jahresanalyse 2026/2027“.
Das Düsseldorfer Marktforschungsinstitut hat bei insgesamt 400 Marktakteuren wie Architekturbüros, Bauunternehmen, Dachdecker- und Zimmererbetrieben, Maler- und Trockenbaufirmen sowie SHK-Installationsfirmen nachgefragt, wie ihre Umsatzerwartungen in Bezug auf 2026 aussehen. Mehr als ein Drittel (36%) geht von einem zum Teil deutlichen Umsatzanstieg aus. Ein weiteres Drittel der Befragten (34%) erwartet ein Ergebnis auf Augenhöhe mit dem Vorjahr.
Die pessimistischen Stimmen sind laut der Befragung in der Unterzahl: Etwa jedes sechste Unternehmen (insgesamt 16%) befürchtet im laufenden Jahr rückläufige Erlöse. Da die Perspektive für die deutsche Wirtschaft weiterhin höchst unsicher bleibt, wollten sich 14% der Befragten nicht auf eine bestimmte Umsatzperspektive festlegen.
Gleichwohl zeigt das optimistische Ergebnis laut den Experten eine bemerkenswerte Signalwirkung für die konjunkturelle Bauperspektive 2026. Zu den Unternehmen, die eine Umsatzsteigerung im laufenden Jahr erwarten, gehörten nicht nur, aber auch etwas mehr Firmen mit Schwerpunkt im Rohbau wie Bauunternehmen oder Maler- und Trockenbaufirmen, die ja auch an der Außenfassade stark involviert sind.
Das spricht für einen Impuls aus dem wieder mehr in Gang kommenden Neubau, der zunächst im Rohbau beginnt und dort Wert bzw. Umsatz schafft. Auch scheinen klassische Neubauregionen ganz vorne mit dabei zu sein: Vor allem die Betriebe im Westen und Süden der Republik äußerten sich besonders häufig zuversichtlich.