Deutsche Küchenmöbelindustrie
Bleibt Wachstumstreiber der Branche

Gesamtumsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie von Dezember 2015 bis Dezember 2016 in 1.000 Euro. Quelle: VdDK

Die Fachverbände der Möbelindustrie veröffentlichten heute die statistischen Zahlen für das Gesamtjahr 2016. Demnach bleibt die deutsche Küchenmöbelindustrie der Wachstumstreiber der Branche.

Innerhalb des Küchenmöbelsektors seien unverändert die Ausfuhren der Motor des wirtschaftlichen Wachstums. So konnten die Export-Auftragseingänge im Gesamtjahr 2016 wertmäßig um 10,4% gesteigert werden. „Der zweistellige Zuwachs der Auftragseingänge für die deutsche Küchenmöbelindustrie aus dem Ausland ist Spiegelbild der hohen Leistungsfähigkeit unserer Branche im internationalen Vergleich“, so Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann. „Die deutsche Küchenmöbelindustrie verbindet demnach Produktivität, Kostenführerschaft, Designkompetenz, logistische Perfektion sowie einen hohen Servicestandard und hebt sich dabei deutlich von internationalen Wettbewerbern ab. Damit konnten wir unsere Marktanteile sogar in Ländern bzw. Regionen steigern, die entweder überhaupt nicht oder nur geringfügig wachsen.“

Etwas verhaltener fielen die Auftragseingänge im Inland aus. Hier wurde ein Plus von 1,8% erwirtschaftet. Das Ungleichgewicht von In- und Auslandsgeschäften wird auch durch die Ergebnisse der Amtlichen Statistik des Statistischen Bundesamtes wiedergegeben. Danach sind die Umsätze der Küchenmöbelindustrie im gleichen Zeitraum im Ausland um 9,3% gewachsen, die Umsätze im Inland demgegenüber 1,5%.

Aufgrund der positiven Rahmenbedingungen zeigt sich der VdDK für die Zukunft optimistisch: „Wir erleben z. Zt. eine einmalige Baukonjunktur mit überdurchschnittlichen Zuwächsen an Baugenehmigungen und Baufertigstellungen gerade im Ein- und Mehrfamilienhausbereich. Diese konjunkturelle Hochphase wird sich zeitverzögert für die Küchenmöbelindustrie ebenso positiv auswirken. Die momentane Schwäche des Inlandsgeschäfts bewerten wir daher nur als ein vorübergehendes Phänomen“, so Heumann.

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