Deutsche Möbelindustrie
Gutes erstes Halbjahr

VDM-Präsident Axel Schramm (r.) und Dirk-Uwe Klaas, VDM-Geschäftsführer, zeigten sich zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2016. Foto: VDM

Im ersten Halbjahr 2016 lagen die Umsätze der deutschen Möbelindustrie bei 8,9 Mrd. Euro und damit 4,9% höher als im Vorjahreszeitraum. Die Erwartungen des VDM wurden damit deutlich übertroffen. Das Vorkrisenniveau von 2008 wurde erstmals wieder überschritten. Wie VDM-Präsident Axel Schramm auf der Halbjahres-Pressekonferenz mitteilte, ist aber nicht alles positiv. Besonders die zahlreichen Insolvenzen in der Möbelbranche drücken die Stimmung.

Die Wohnmöbel, das größte Segment, verzeichneten ein Umsatzplus von 4,1% auf fast 3,7 Mrd. Euro. Die größten Gewinner des ersten Halbjahres 2016 sind jedoch die Küchenmöbelhersteller. Sie erzielten ein Umsatzplus von 7,2% und erreichten damit einen neuen Rekord-Halbjahresumsatz von 2,4 Mrd. Euro. Das Segment Büromöbel wuchs um 4,4% auf gut 1 Mrd. Euro. Bei Matratzen (- 1,3%% auf knapp 460 Mio. Euro) und Polstermöbeln (- 0,5% auf fast 540 Mio Euro) war dagegen ein Umsatzrückgang zu verzeichnen.

Der Gesamtexport aus Deutschland stieg im ersten Halbjahr 2016 um 2% auf 5,2 Mrd. Euro. Beim Import verzeichnet die deutsche Möbelbranche eine Steigerung um 1,8 % auf 6,4 Mrd. €. Die Importquote hat sich innerhalb der letzten 15 Jahre auf 62% verdoppelt. „Der Möbelimport bleibt eine Herausforderung für die Branche“, so Schramm.

„Für das 2. Halbjahr 2016 sind die Vorzeichen weiter positiv, denn mit anhaltender Konsum- und Bautätigkeit wird es weiter einen moderaten Aufschwung geben“, blickt der VDM-Präsident nach vorn. Allerdings haben die Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen wegen des Brexits etwas nach unten korrigiert. Für das Gesamtjahr 2016 wird ein Ergebnis von 3,5% prognostiziert.

Einen ausführlichen Bericht zur Entwicklung der deutschen Möbelindustrie lesen Sie in der kommenden Ausgabe des MÖBELMARKT.

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