Deutsche Möbelindustrie
Leichtes Wachstum im 1. Halbjahr 2017

Foto: Archiv

Im ersten Halbjahr 2017 hat die deutsche Möbelindustrie rund 9 Mrd. Euro umgesetzt und damit ein leichtes Umsatzplus von 0,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt. Damit bestätigt die Branche auch das gute Ergebnis aus dem ersten Halbjahr 2016, als ein Plus von 4,9% zu Buche stand. Diese Zahlen teilte VDM-Präsident Axel Schramm (Foto) mit.

Als wichtigste Umsatzstütze erwies sich dabei das Auslandsgeschäft, wo ein Plus von 1,7% erwirtschaftet wurde und damit wesentlich stärker als der Inlandsumsatz wuchs, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stagnierte. Besonders die Möbelexporte in Nicht-EU-Länder, wie China (+27,6%) oder Indien (+32%) stiegen überproportinal.

Die einzelnen Segmente der deutschen Möbelindustrie entwickelten sich im 1. Halbjahr 2017 uneinheitlich. Die Küchenmöbelhersteller verzeichneten einen Umsatzrückgang um 2,4% auf rund 2,4 Mrd. Euro. Die Büromöbelindustrie wies mit einem Umsatz von rund 1 Mrd. Euro ein leicht negatives Ergebnis aus (-1,5%). Einen spürbaren Rückgang registrierten die Hersteller von Polstermöbeln, deren Umsätze von Januar bis Juni 2017 um 5,3% auf rund 510 Mio. Euro zurückgingen. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – stagnierte mit einem geringfügigen Umsatzminus in Höhe von 0,1% auf rund 460 Mio. Euro. Dagegen lagen die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln um 7,5% über dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 860 Mio. Euro. Auch der Umsatzanstieg bei den sonstigen Möbeln und Möbelteilen fiel mit plus 2,4% auf 3,8 Mrd. € etwas höher aus als der Branchendurchschnitt.

Die Importe sanken um 2,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,4 Mrd. Euro. Ebenfalls besonders stark aus den EU-Ländern (-4,9%). Polen bleibt zwar nach den deutlichen Zuwächsen der letzten Jahre weiterhin das wichtigste Möbelherkunftsland, verlor aber im aktuellen Zeitraum 3,8%. Trotzdem kommt mittlerweile jedes vierte nach Deutschland importierte Möbel von dort. Außerdem sanken insbesondere aus Italien (-8,8%), Österreich (-9,8%) und Frankreich (-10,2%) die Möbeleinfuhren, während die asiatischen Importe um 6,1% zulegten.

Einen ausführlichen Bericht zur Halbjahresbilanz der deutschen Möbelindustrie lesen Sie in der September-Ausgabe im MÖBELMARKT.

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