Deutscher Fertigbau
Marktanteil steigt auf Allzeithoch
Bad Honnef. Im Jahr 2025 wurde in Deutschland wieder mehr gebaut. Gerade der Holz-Fertigbau hat gegenüber den Jahren der Baukrise deutlich zugelegt und überdurchschnittlich viele Baugenehmigungen für sich verbucht. In seinem Kerngeschäft, den Ein- und Zweifamilienhäusern, stieg der Marktanteil auf ein Allzeithoch von 26,5%. Das gibt der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) mit Blick auf die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts bekannt.
Von Januar bis Dezember 2025 wurden deutschlandweit 50.755 Ein- und Zweifamilienhäuser (+14,6%) genehmigt, davon 13.473 in Fertigbauweise (+16,7%). Der Fertigbauanteil von 26,5% bedeutete einmal mehr einen Anstieg gegenüber dem Wert im Vorjahreszeitraum (26,1%). Höher war der Marktanteil laut den offiziellen Zahlen noch nie. Im Jahr 2019 hatte er erstmalig die 20-Prozent-Hürde überschritten und zur Jahrtausendwende noch bei 13% gelegen.
Nach zehn Jahren Aufwärtstrend hatten die Baugenehmigungszahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser ihren vorläufigen Höhepunkt im Jahr 2021 mit rund 110.000 Häusern, davon mehr als 25.000 Häuser in Holz-Fertigbauweise. In Folge gestiegener Bauzinsen, Material- und Energiekosten sowie gehemmter Investitionsbereitschaft und unsicherer Förderbedingungen setzte 2022 eine Baukrise ein, die innerhalb von drei Jahren einen Einbruch von 60% bei Ein- und Zweifamilienhäusern insgesamt und von 54% bei Fertighäusern bedeutete.
BDF-Präsident Mathias Schäfer erklärt: „Der Fertigbau kommt schneller aus der Baukrise und baut seine Bedeutung für einen zukunftsweisenden Gebäudebestand, für kosten- und ressourcenoptimiertes Bauen weiter aus. Seine Vorreiterrolle beim nachhaltigen, seriellen Bauen zeigt sich über den Ein- und Zweifamilienhausbau hinaus immer öfter auch bei größeren Wohnungs- und Objektbauten, bei der Quartiersentwicklung und Nachverdichtung. Die Fertighaushersteller sind zunehmend auch in diesen Geschäftsfeldern im Einsatz.“
