DGM-Klimapakt
Hülsta ist klimaneutraler Möbelhersteller

DGM-Geschäftsführer Jochen Winning (l.) überreicht Oliver Bialowons, Geschäftsführer von Hülsta, die Beitrittsurkunde zum DGM-Klimapakt. Foto: DGM/Hülsta

Der „Klimapakt für die Möbelindustrie“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel, kurz DGM, ist um einen namhaften Hersteller reicher: Neuestes Mitglied ist der Kastenmöbelhersteller Hülsta aus Stadtlohn im Münsterland.

Im Jahr 1940 eröffnete Alois Hüls dort eine Tischlerei mit zehn Angestellten. Seitdem hat sich das Familienunternehmen zu einem der größten und bekanntesten der Branche entwickelt und fertigt jährlich hochwertige Möbel „made in Germany“. „Hülsta hat die deutsche Möbelindustrie in den zurückliegenden Dekaden entscheidend geprägt. Wir sind froh und stolz, das Unternehmen für unseren Klimapakt gewonnen zu haben. Damit verleihen wir dem Verantwortungsbewusstsein der Branche gegenüber der Umwelt und den Menschen weiteren Nachdruck“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Auf Grundlage seiner direkten und indirekten Treibhausgasemissionen in den Bereichen Scope 1, 2 und 3 hat Hülsta seinen Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) von der Klimaschutzinitiative BEaZERO.org ermitteln lassen und sämtliche Emissionen bereits durch den Erwerb hochwertiger Klimaschutzzertifikate neutralisiert. Scope 1 umfasst alle direkten Emissionen des Unternehmens, dazu gehören zum Beispiel Treibstoffe für unternehmenseigene PKW und LKW sowie Heiz- und Kühlmittel. Die indirekten Emissionen, die aus der Erzeugung der, von dem Unternehmen beschafften, Energie resultieren, wie etwa Strom, Fernwärme, Dampf oder Kühlungsenergie, werden im Scope 2 erhoben. Scope 3 beinhaltet schließlich alle indirekten Emissionen, die aus dem Ablauf aller täglichen Unternehmensprozesse und dem Produktlebenszyklus hervorgehen – beispielsweise die Anfahrt der Mitarbeiter, externe Logistik, Wasserverbrauch sowie die Nutzung der Produkte durch den Endkunden.

Ebenso wie die Einteilung der Treibhausgasemissionen in Scopes basiert auch die Logik des Klimapaktes für Unternehmen auf drei Stufen – nämlich der Bilanzierung, der Redu zierung und schließlich der Neutralisierung dieser Emissionen. Als eines der ersten Unternehmen hat Hülsta seine Teilnahme am DGM-Klimapakt bereits mit der vollständigen Neutralisierung seiner CO2-Emissionen unterstrichen. Zwischen drei und 30 Euro kostet die Kompensation einer Tonne emittierten Treibhausgases nach Gold Standard. Dieser Standard umfasst ein umfangreiches Portfolio an Projekten, die sowohl die globale CO2-Bilanz verbessern, als auch einen Zusatznutzen, wie etwa die Aufwertung von regionaler Infrastruktur, beinhalten. Beispiele für derartige Projekte sind Initiativen zur Aufforstung, zum Ausbau regenerativer Energien oder zur Verbesserung der Wasserqualität. „Darüber hinaus erhält Hülsta das DGM-Label ,Klimaneutraler Möbelhersteller‘, womit das Unternehmen offensiv und aussagekräftig für seine qualitätsgeprüften Möbel werben kann“, schließt DGM-Geschäftsführer Winning.

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