DHL Group
Übertrifft Ergebnisprognose
Bonn. Der Logistikkonzern DHL Group hat den anhaltenden Handelskonflikten erfolgreich getrotzt und seine Ziele für das Geschäftsjahr 2025 übertroffen.
Der Umsatz sank unter anderem infolge von Währungseffekten und Volumenrückgängen auf Routen in die USA um 1,6 Prozent auf 82,9 Milliarden Euro. Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen steigerte die DHL Group jedoch ihr operatives Ergebnis (EBIT) um 3,7 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro. Damit wurde die EBIT-Prognose von mindestens 6 Milliarden Euro übertroffen. Auch bei der Profitabilität verbesserte sich der Konzern: Die EBIT-Marge lag bei 7,4 Prozent; 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.
„Dank aktivem Kapazitätsmanagement und strukturellen Kostenverbesserungen haben wir unsere Finanzziele übertroffen. Gleichzeitig investieren wir weiter gezielt in weltweite Wachstumsmärkte und -sektoren. Die Volatilität der Weltwirtschaft wird uns auch im Jahr 2026 begleiten. Wir sind global wie lokal bestens aufgestellt. So können wir eng an der Seite unserer Kunden stehen und ihre Lieferketten in einem herausfordernden Umfeld weiter stärken“, so Tobias Meyer, CEO DHL Group.
Der Konzern passte seine Investitionen im Geschäftsjahr 2025 der volatilen Entwicklung der weltweiten Handelsströme an, investierte jedoch weiterhin in Regionen und Sektoren mit Wachstumspotenzial. Die Investitionen in erworbene Vermögenswerte lagen im Geschäftsjahr 2025 mit 3,0 Milliarden Euro um 3,8 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
Der Free Cashflow (ohne M&A) legte im Geschäftsjahr 2025 um 8,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zu und übertraf damit die Prognose von rund 3 Milliarden Euro. DHL Group erzielte im gleichen Zeitraum ein Konzernergebnis nach nicht beherrschenden Anteilen von 3,5 Milliarden Euro – ein Plus von 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 3,09 Euro und damit um 8,1 Prozent über dem Wert von 2,86 Euro im Geschäftsjahr 2024.
Im Geschäftsjahr 2025 hat DHL Group die Umsetzung der im September 2024 vorgestellten Konzernstrategie 2030 „Nachhaltiges Wachstum beschleunigen“ weiter vorangetrieben und gute Ergebnisse entlang aller Zieldimensionen erreicht.
Dividende erhöht
Vorstand und Aufsichtsrat planen, den Aktionären auf der kommenden Hauptversammlung eine Dividendenerhöhung auf 1,90 Euro je Aktie (GJ 2024: 1,85 Euro je Aktie) vorzuschlagen. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Anteilseigner würde der Konzern damit eine Gesamtsumme von 2,1 Milliarden Euro ausschütten. Die Ausschüttungsquote läge auf Basis des Dividendenvorschlags bei 60,6 Prozent des Nettogewinns und damit leicht oberhalb des Ausschüttungskorridors von 40 bis 60 Prozent. Berechnet auf den Jahresschlusskurs der Aktie ergäbe sich eine Dividendenrendite von 4,1 Prozent.
Prognose 2026
Im Jahr 2026 rechnet der Konzern mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten. DHL Group wird deshalb ihren Fokus weiterhin auf Effizienzsteigerungen, aktives Kapazitätsmanagement sowie die weitere Umsetzung des Kostenprogramms „Fit for Growth“ legen. Der Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein operatives Ergebnis von über 6,2 Milliarden Euro und einen Free Cashflow (ohne M&A) von rund 3 Milliarden Euro. Für DHL wird ein operatives Ergebnis von über 5,6 Milliarden Euro, für Post & Paket Deutschland von über 0,9 Milliarden Euro und für die Konzernfunktionen (Group Functions) von rund -0,4 Milliarden Euro erwartet.