Domo Collection
Insolvenz angemeldet

Foto: Domo Collection

Hude. Der Polstermöbelhersteller Domo Collection hat einen Insolvenzantrag gestellt: Das Amtsgericht Oldenburg ordnete am 3. August die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Gesellschaft an und bestellte Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb des Möbelanbieters soll laut dem vorläufigen Verwalter fortgeführt werden. Derzeit werden die Voraussetzungen hierfür geprüft. Die Antragstellung erfolgte aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten. Die Gründe für die finanzielle Krise liegen laut eigener Aussage zum einen in einer hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Umsatzentwicklung infolge der allgemein festzustellenden Konsumzurückhaltung in Deutschland. Zum anderen werden ohnehin geringere Umsätze im Sommer erzielt. Anders als in den Vorjahren waren die Bemühungen um eine Saisonlinie jedoch nicht erfolgreich. 

Das Unternehmen stellte daher den Antrag, um im Rahmen des Insolvenzverfahrens eine Sanierung zu ermöglichen. Die Domo Collection GmbH beschäftigt 24 Mitarbeiter. Die Löhne der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld bis Ende September gesichert, so das Unternehmen. Die Verantwortlichen haben die Mitarbeiter bereits über die aktuelle Lage im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung informiert. Das Pluta-Sanierungsteam wird nun die Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten, damit die Mitarbeitergehälter wie gewohnt ausgezahlt werden können.

Die Produktion der Möbel erfolgt über ein Domo-Tochterunternehmen in Polen. Auch für die dortige Gesellschaft Oflor Sp. Z o.o. mit Sitz in Psarskie wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Das zuständige Amtsgericht Oldenburg bestellte auch in diesem Verfahren Dr. Christian Kaufmann am 6. August zum vorläufigen Insolvenzverwalter. In Polen arbeiten rund 245 Mitarbeiter. Das Pluta-Team war bereits vor Ort und hat die Beschäftigten über die aktuelle Lage informiert. Der Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden.

Im Fokus der kommenden Wochen steht laut eigener Aussage die weitere Zusammenarbeit mit den Vertriebspartnern. Zudem sei es wichtig, dass die Produktion in Polen aufrechterhalten wird. Rechtsanwalt Kaufmann sagt: „Unser oberstes Ziel ist es jetzt, den Geschäftsbetrieb stabil fortzuführen und die Aufträge zuverlässig zu erfüllen. Dafür führen wir intensive Gespräche mit allen wichtigen Geschäftspartnern. Im nächsten Schritt werden wir alle Sanierungsoptionen sorgfältig prüfen und gezielt Investoren ansprechen, um den Fortbestand des Betriebs zu ermöglichen.“

Ulf Vietor, Geschäftsführer von Domo Collection, sagt: „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Monaten deutlich verschlechtert. Vor diesem Hintergrund war der Schritt unvermeidbar. Jetzt geht es darum, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter alle Möglichkeiten auszuloten, um eine Zukunftslösung für unser Unternehmen zu erarbeiten.“


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