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Kleinere Online-Händler stark gefordert

Grafik: Ebay

Ein großer Teil des Online-Handels in Deutschland bekommt die zusätzlichen Belastungen durch Inflation, Lieferschwierigkeiten und steigende Energiepreise deutlich zu spüren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Statista in Zusammenarbeit mit eBay Deutschland unter 787 kleinen und mittelgroßen Online-Händler:innen durchgeführt hat. Demnach gibt mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten an, stark oder sehr stark von den aktuellen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen betroffen zu sein.

Für Oliver Klinck, Geschäftsführer von eBay Deutschland, braucht es gerade jetzt ein stärkeres Augenmerk auf die kleinen und mittelgroßen Händler:innen: "Wir leben in unsicheren Zeiten, die auch am Handel nicht spurlos vorübergehen. Die Studie zeigt, dass es zahlreiche Herausforderungen, aber beispielsweise im Bereich Refurbished-Produkte, also nicht neuer Ware, auch Chancen gibt. Damit wir gemeinsam die Weichen in Richtung eines erfolgreichen und vielfältigen Handels der Zukunft stellen, sind Politik, Verbände und Unternehmen gemeinsam gefordert. Aber auch Konsument:innen sollten noch einmal mehr darauf achten, wo sie einkaufen. Bei ihnen liegt ja die eigentliche Macht. Wenn sie bei Kleinen kaufen, können sie damit Großes bewirken.”

Energiepreise erhöhen den Druck auf Handel und Verbraucher:innen

Die europaweite Inflation senkt laut aktueller Zahlen der GfK das Konsumklima in Deutschland. Die schlechte Stimmung unter Verbraucher:innen wird von zwei weiteren Herausforderungen für Händler:innen begleitet:
 
Zum einen steigen die Energiepreise. Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, Energie einsparen zu wollen (54 Prozent), zudem setzen bereits 29 Prozent ihre Rücklagen ein. Das hat direkte Folgen für Verbraucher:innen: Denn 56 Prozent der befragten Unternehmen wollen mit einer Erhöhung der Preise für ihre Waren auf die steigenden Energiepreise reagieren.
 
Rund einem Drittel (33 Prozent) der befragten Online-Händler:innen bereiten neben den erhöhten Energiepreisen auch anhaltende Lieferschwierigkeiten starke oder sehr starke Probleme. Im Schnitt besser auf Lieferprobleme eingestellt sind vor allem Händler:innen, die neben Neuware auch gebrauchte, generalüberholte oder B-Ware in ihrem Sortiment führen. Nur 22 Prozent aus dieser Gruppe sind stark oder sehr stark betroffen, wohingegen jede:r Zweite (57 Prozent) keine oder nur geringe Probleme mit Lieferschwierigkeiten hat.
 


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