EBIA-Jahrestagung
Europas Bettenhersteller wieder in Präsenz versammelt

Die Teilnehmer der EBIA-Jahrestagung kamen in Kopenhagen zusammen. Foto: EBIA

Nachhaltigkeit Kreislaufwirtschaft standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung von EBIA: Der Verband der europäischen Bettenhersteller traf sich in Kopenhagen erstmals seit 2019 wieder in Präsenz. Nach zwei aufeinanderfolgenden Jahren, in denen der Austausch durch die Pandemie stark eingeschränkt war, freute sich der EBIA-Vorsitzende Geert Geerkens, Vertreter von Herstellern und Zulieferern wieder persönlich begrüßen zu können. EBIA-Geschäftsführer Frederik Lauwaert stellte die Aktivitäten des Verbandes vor und konzentrierte sich dabei insbesondere auf die Initiativen im Zusammenhang mit der erweiterten Herstellerverantwortung. Er stellte auch den EBIA-Entwurf für ein europäisches EPR-System für Matratzen vor. Dabei handelt es sich um ein Konzept, das Unternehmen und Behörden bei der Entwicklung eines nationalen EPR-Systems auf der Grundlage der Erfahrungen in Ländern, in denen ein solches System bereits existiert, unterstützen soll. Darüber hinaus ging er auf die vorgeschlagene Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte ein und erläuterte deren mögliche Auswirkungen auf den Bettwarensektor. Keynote-Speaker Steven Van Belleghem sprach über verbraucherzentriertes Denken, die neuesten Technologien und die menschliche Note in den Kundenbeziehungen. Er forderte die Unternehmen auf, für ihre Kunden da zu sein und Unterstützung anzubieten, wo und wann ihre Kunden sie brauchen – ohne, dass ihre Anwesenheit als lästig oder aufdringlich empfunden wird).Weitere Redner gingen auf das Thema Nachhaltigkeit ein. Chris De Roock, Generaldirektor des belgischen Forschungszentrums wood.be, sprach unter anderem über das Design der Kreislauffähigkeit sowie die Arbeitsgruppen, die dieses Jahr ins Leben gerufen wurden und sich mit Fragen wie Materialpässen, Ökomodulation, zirkulären Geschäftsmodellen und europäischer Normung befassen. Zum Abschluss des ersten Versammlungstages sprach Chris Belterman, Product Marketing Manager bei SABA Adhesives & Sealants, über die Rolle von Klebstoffen in einer kreisförmigen Matratze.
Der zweite Tag begann mit einer Einführung in den nordischen Bettwarenmarkt durch Peter Sturm, CPO bei Hilding Anders. Er teilte mit den Teilnehmern seine Ansichten über Trends in den Bereichen Nachhaltigkeit, Inneneinrichtung sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Giulia Taveggia, Forscherin und Analystin bei CSIL, eröffnete ihre Präsentation mit einem Überblick über den Sektor in Bezug auf Produktion und Verbrauch auf den Bettwarenmärkten in aller Welt. Sie konzentrierte sich auch auf den europäischen Markt und vermittelte den Zuhörern einen guten Überblick über das Volumen von Importen, Exporten, Produktion und Verbrauch. Sie schloss ihre Ausführungen mit Details über den E-Commerce-Markt sowohl auf europäischer als auch auf weltweiter Ebene. John Kruijssen, CEO der BeterBed Holding, schloss das Jahrestreffen mit einer dynamischen und interaktiven Präsentation mit dem Titel „Schlaf! Wer ist dafür verantwortlich?“. Er nannte sieben Trends, die die Zukunft des Bettwarenmarktes bestimmen – vom Gesundheitsbewusstsein über die vertikale Integration bis hin zu den zunehmenden Online-Trends und der geografischen Expansion (fragmentierte Einzelhandelslandschaft mit Marken, die sich leicht über Grenzen hinweg bewegen). Kruijssen erläuterte aus seiner Perspektive, in welcher Weise sich die Interaktion des Einzelhandel mit den Kunden verändert: weg vom reinen Bettenverkauf, hin zu einer Verbesserung der Schlaf der Kunden. Er rief alle Beteiligten dazu auf, Verantwortung zu übernehmen, um den Verbrauchern einen guten Schlaf zu bieten, und das kürzlich veröffentlichte „Schlafmanifest“ zu unterstützen. Die nächste EBIA-Jahrestagung findet am 20. und 21. September 2023 in Prag statt.


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