EuroCis
„Re/Act“ spart als WhatsApp des Retails 75 Prozent Laufwege

Gründer und Geschäftsführer Wilbert Hirsch stellte auf der EuroCis mit „Re/Act“ ein Kommunikationssystem für den Einzelhandel vor. Fotos: Schwarze

Die Fachmesse EuroCis, bei der es um alle digitalen Komponenten im Einzelhandel geht, stehen längst nicht mehr nur Kassensysteme oder Warenwirtschaftssysteme im Mittelpunkt. Gefragt sind vielmehr Lösungen, die entweder die Online-Welt mit der Offline-Welt verbinden, also eine effektive Omnichannel-Strategie ermöglichen, oder solche, die dem stationären einen besseren Service für den Kunden und ein effektiveres Arbeiten ermöglichen. In genau diese Kategorie fällt auch die Lösung „Re/act“ von der Responsive Acoustics GmbH aus Hamburg. Das Unternehmen beschreibt sein System als eine „Arbeitswelt 4.0 Kommunikationslösung für den Einzelhandel“ und richtet sich insbesondere an Einzelhandelsbranchen mit großen Betriebsflächen. Die Mitarbeiter werden dabei über eine interne Kommunikationslösung miteinander vernetzt, die auf den verschiedensten Plattformen läuft. So bleibt man flexibel und kann je nach Bedarf Smartphones, Tablets oder Smartwatches nutzen. Über „Re/Act“ können die Mitarbeiter auf der Fläche Nachrichten empfangen und schnell reagieren. So ist es möglich, an bestimmten Punkten im Geschäft Terminals zu installieren, an denen Kunden nur noch einen Knopf drücken müssen, wenn sie Beratung benötigen – alle Mitarbeiter, die sich in der Abteilung auskennen, bekommen nun ein Signal auf ihre Uhr oder ihr Smartphone – derjenige, der den Kunden übernimmt, kann dies nun ebenfalls signalisieren, womit der „Alarm“ bei den übrigen Kollegen wieder erlischt.

Kommunikation auf den verschiedensten Endgeräten – das System ist flexibel und einfach zu bedienen.

Aber natürlich kann auch interne Kommunikation über das Gerät versand werden, je größer die Einzelhandelsfläche, desto wirksamer vermeidet das System lange Wege und Zeitverlust – womit es auch besonders attraktiv für den Möbelhandel sein kann. Im Zeitalter des Internet of Things (IoT, Internet der Dinge) können natürlich auch Maschinen in das System eingebunden werden. Im Lebensmittel-Einzelhandel sind dies beispielsweise die Leergut-Automaten, die melden, wenn sie voll sind. Aber auch Selbstbedienungs-Kaffeemaschinen können ihren Wartungsbedarf bereits melden, bevor der Kunde enttäuscht keinen Kaffee mehr bekommt. Derzeit erfolgt ein großflächiger Roll-Out bei Edeka, andere Branchen sollen folgen. In Studien bei bestehenden Kunden hat man heraus gefunden, dass sich mit der Anwendung von „Re/Act“ 75 Prozent der Laufwege auf der Fläche im Einzelhandel vermeiden lassen – Zeit, in der die Mitarbeiter Kunden beraten und aktiv verkaufen können.

Den Ruf nach einem Berater kann der Kunde an einem Terminal im Geschäft auslösen, alle Mitarbeiter der entsprechenden Abteilung erhalten die Nachricht umgehen.

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