Euroshop
Innovationsschub für den Handel
In diesen Stunden geht in Düsseldorf die Euroshop 2026 zuende – und damit die weltweit wichtigste Innovationsplattform für den Branchenübergreifenden Einzelhandel. Die fünf Tage Euroshop haben auch deswegen immer eine ganze besondere Bedeutung, weil die Messe nur alle drei Jahre stattfindet. Entsprechend groß sind die Entwicklungs- und auch Innovationsschübe, die von der Messe ausgehen, und auch der Besucherandrang. Rund 80.000 Fachleute aus aller Welt wurden in Düsseldorf erwartet.
Neben dem Ladenbau und der Ladenausstattung standen natürlich die digitalen Themen wieder im Mittelpunkt der Veranstaltung. Dabei kam man kaum am aktuellen Dauerbrenner-Thema KI vorbei, die insbesondere bei der Überwachung von Prozessen beim Self-Checkout, aber auch bei der In-Store-Frequenz-Analyse eine immer wichtigere Rolle spielt. Ebenfalls große Entwicklungssprünge hat wieder die Shop-Beleuchtung gemacht. Noch effizienter, noch bessere Lichtqualität und noch flexibler stellen sich die Beleuchtungs-Konzepte der nächsten Generation dar. Und das ist besonders für all diejenigen Möbelhändler besonders spannend, die schon sehr früh auf die erste Generation der LED-Beleuchtung gesetzt haben und nun bereits vor der nächsten Erneuerung stehen.
Am Rande der Euroshop stellte auch das Forschungsinstitut EHI wieder seinen "Laden-Monitor" vor. Ergebnis: Trotz eines unverändert hohen Kostendrucks und der sehr fragilen Wirtschaftslage investiert der Handel weiter in seine Läden. Allerdings steht aktuell Bestandsoptimierung vor Neueröffnung, so dass Netto kaum Flächen hinzu kommen. Dafür bleibt ein unverändert hoher Anspruch an wirkungsvolle Wareninszenierungen und ein kreatives Merchandising, die sich heute aber oft schon zu geringeren Kosten umsetzen lassen, als das noch früher der Fall war. Effizienz zieht auch hier ein, zudem werden die Erneuerungszyklen weiter gestreckt, aktuell auf rund 8,9 Jahre im Non-Food-Bereich.
Auch Fragestellungen der Nachhaltigkeit – darunter eine längere Haltbarkeit von Ladeneinrichtungen, Materialänderungen und -einsparungen und die Weiterverwendung von Ladeneinrichtungen – haben inzwischen Eingang in die Materialauswahl und Planungskultur des Handels gefunden. Die befragten Händler nutzen nach Umbauten und konzeptionellen Weiterentwicklungen im Schnitt 50 Prozent ihrer Einrichtungen weiter, 42 Prozent von ihnen haben bereits eigene zirkulare Systeme aufgesetzt oder kooperieren mit jenen Lieferanten, die dies für ihre Produkte anbieten.