Fachkräftemangel in Deutschland
Lage entspannt sich leicht

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München. Das Problem, Fachkräfte zu finden, hat sich für Unternehmen etwas entspannt. Das geht aus der jüngsten Konjunkturumfrage des Münchner Ifo Instituts hervor. Demnach fehlten 22,7% der Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte, nach 25,8% im Oktober. Das ist der niedrigste Wert seit fünf Jahren.

„Eine Rolle spielt weiterhin die schwache konjunkturelle Entwicklung“, sagt Ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. „Gleichzeitig verändert der technologische Wandel, vor allem die künstliche Intelligenz, zunehmend den Arbeitsmarkt.“

Besonders deutlich sank der Fachkräftemangel im Bereich Transport und Logistik: Der Anteil der betroffenen Unternehmen fiel von 42,7 auf 30,6%. Insgesamt klagte rund jeder vierte Dienstleister über fehlendes Personal. 

In der Industrie berichten 16,6% der Unternehmen von einem Mangel an Fachkräften – ein halber Prozentpunkt weniger als im Oktober. Bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen liegt der Anteil knapp unter 10%, während er beim Maschinenbau rund 19% beträgt.

Auch im Handel hat sich die Lage laut den Experten etwas entspannt: Rund 18% der Unternehmen berichten von Schwierigkeiten, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen (Einzelhandel: 21,6%, Großhandel: 16,2%). Im Bauhauptgewerbe liegt der Anteil der betroffenen Unternehmen jedoch weiterhin hoch bei 30,4%. 

 „Der Rückgang darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass strukturelle Herausforderungen bestehen bleiben“, sagt Wohlrabe. „Die Alterung der Bevölkerung trifft auf einen tiefgreifenden technologischen Wandel – das wird die Nachfrage nach bestimmten Qualifikationen weiter verschieben.“


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