Fachkraftmangel? Trainee-Paket!

Fit für die Möbelbranche: Jahr für Jahr entlässt die Möfa viele exzellent ausgebildete Fachkräfte in die Möbelwelt. Foto: Möfa

Seit fast 80 Jahren bildet die Fachschule des Möbelhandels (Möfa) aus Köln Fachkräfte aus. Auf der imm cologne stellte sie interessante Trainee-Pakete für Nachwuchskräfte vor – und einen außerordentlichen Ausbildungsstart für Küchenfachberater am 27. März 2017.

Einrichtungsfachberater/in, Küchenfachberater/in, Betriebswirt/in mit Fachrichtung Möbelhandel oder Betriebswirt/in im dualen Studiengang – all diese staatlich geprüften Berufe kann man auf der Möbelfachschule lernen. Oder, andersherum: All diese Fachberufe kann man, auf das eigene Unternehmen zugeschnitten, als Arbeitgeber selbst voranbringen. „Die Nachfrage nach Möbelfachpersonal überschreitet in aller Regel die Anzahl der Absolventen“, sagt Dieter Müller, Schulleiter der Möfa. „Deshalb gibt es unsere Trainee-Programme. Mit ihnen können die Arbeitgeber auf Nummer sicher gehen, dass ihre Investition sich auszahlt.“

Pakete für Verkäufer/Berater und für Führungskräfte

Die Möfa bietet die Trainee-Pakete für zwei verschiedene Gruppen an: zum einen für Nachwuchskräfte in den Bereichen Beratung und Verkauf, die bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung in Handel oder Handwerk haben; und  zum anderen für den Führungskräftenachwuchs mit abgeschlossener Berufsausbildung in Handel und Handwerk.
Die Vorgehensweise: Arbeitgeber suchen nach geeigneten Kandidaten mit mittlerem Schulabschluss, die entweder Interesse am Verkaufen und Beraten haben oder sich in ihrer Ausbildung für höhere Aufgaben empfohlen haben. Ist man sich einig geworden, schließt man Verträge ab – einen Trainee-Vertrag für Berater zum Beispiel auf 18 Monate und einem Vertrag für Führungsnachwuchs zum Beispiel auf 36 Monate. In dem Vertrag kann dann auch ganz klar geregelt werden, wie lange ein Trainee nach erfolgreichem Abschluss in einem Unternehmen bleiben muss, damit der Ausbildungsbetrieb die Trainee-Kosten übernimmt.

So rechnet sich das Trainee-Paket für den Arbeitgeber

Geht man davon aus, dass ein Trainee ca. 1.000 Euro im Monat zum Leben benötigt, so kommen während der Laufzeit des Trainee-Vertrags maximal diese Kosten auf den Ausbildungsbetrieb zu. Oft ist es aber auch möglich, dass die Arbeitsagentur Kosten übernimmt. Dieter Müller erklärt: „Praktisch sieht das ungefähr so aus: Hat ein künftiger Einrichtungsberater einen Trainee-Vertrag für 18 Monate, so verbringt er 9 Monate davon auf der Möfa. Diese Kosten investiert das Unternehmen. In den darauffolgenden neun Monaten, die ein bereits geschulter Trainee im Handel verbringt, steht dieser aber quasi schon als vollwertige Kraft zur Verfügung. So kommt man zu einem interessanten „Null-Euro“-Modell. Außerdem kann man den Trainee per Vertrag auf mehrere Jahre verpflichten, so dass sich das Engagement umso mehr lohnt. Dasselbe gilt natürlich auch, mit anderen Monatszahlen, für die Ausbildung zum Betriebswirt.“
Für das duale Studium mit Abschluss als Einzelhandelkskaufmann/-frau und Betriebswirt/in gelten andere Bestimmungen. Auch hier lassen sich aber attraktive Trainee-Pakete schnüren.

Studiendirektor Christoph Lange (l.) und Schulleiter Dieter Müller stellten die neue Initiative für den Küchenfachhandel auf der imm cologne vor. Foto: Schultheiß

Gut versorgte Trainees dank Studentenwohnheim

Mit 1.000 Euro pro Monat für den Trainee zu rechnen, hält Dieter Müller übrigens für realistisch. „Die Unterkunft in unserem Studentenwohnheim kostet bei Vollverpflegung 556 Euro. Wenn die Schüler bzw. Studierenden ab und zu mal ein Bierchen trinken wollen oder andere anfallende Kosten haben, so sind 1.000 Euro angemessen. Meistens reichen unsere Wohnheimplätze aus. Sollte das einmal nicht der Fall sein, dann finden wir meist in der Nachbarschaft Privatunterkünfte.“ Mit diesem Rundum-Sorglos-Angebot ist das Angebot auch für die Trainees attraktiv. Die regulären Ausbildungen der Möfa starten wieder am 25. September 2017.

Außerordentliche Initiative für den Küchenfachhandel

Angesichts der Dringlichkeit des Problems Fachkräftenachwuchs bietet die Möfa dem Küchenfachhandel bei ausreichender Anmeldezahl einen außerordentlichen Starttermin schon am 27. März 2017 an. Der Schulbesuch wird im August und September durch eine Praxisphase im Unternehmen unterbrochen. Schon zum 1. März 2018 ste-hen die Teilnehmer für eine abschließende Traineephase zur Verfügung, bevor sie in einen Regelarbeitsvertrag wechseln.

Eine von vielen zufriedenen Möfa- Absolventinnen und Führungskräften ist Julia Vogt.

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