Fachverband Matratzen-Industrie
Heimisch im Kompetenzzentrum Textil + Sonnenschutz

Von links: Verbände-Geschäftsführer Martin Auerbach, Heimtex-Vorsitzender Ottmar Ihlig, VIS-Vorsitzender Ingo Fahl und Thomas Bußkamp, Vorsitzender des Fachverband Matratzenindustrie. Foto: Schwarze

Seit dem 1. Januar hat sich der Fachverband Matratzenindustrie mit seiner Geschäftsstelle dem Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex) und dem Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (VIS) angeschlossen. Gemeinsamer Geschäftsführer in der Wuppertaler Geschäftsstelle ist Martin Auerbach. Mit der neuen, gemeinsamen Geschäftsstellen-Struktur habe man, so Auerbach, ein echtes „Kompetenzzentrum Textil + Sonnenschutz“ geschaffen. Dieses soll zukunftsweisende Lösungen realisieren, um seinen Mitgliedern auch bei veränderten Rahmenbedingungen nicht nur gleichbleibende, sondern bessere Leistungen zu bieten, hieß es jetzt bei der Vorstellung des Kompetenzzentrums. Thomas Bußkamp, Vorsitzender des Fachverband Matratzen-Industrie, betonte dabei: „Sich hier zu integrieren war ein Glücksfall für den Matratzenverband!“ Die Mitglieder bekämen in der neuen Struktur deutlich mehr Leistung, wie beispielsweise eine Rechtsberatung, und könnten sich gemeinsam mit den anderen Verbänden besser den großen Herausforderungen der Zukunft stellen.

Wie groß diese Herausforderungen sind, zeigen die parallel veröffentlichten Zahlen der Matratzenindustrie im ersten Halbjahr 2019.  Denn bereits seit 2017 sieht sich die deutsche Matratzen-Industrie mit einer sehr herausfordernden Situation konfrontiert, mit deutlichen Auswirkungen auf Absatz und Umsatz. Der Tiefpunkt wurde dann im vergangenen Jahr mit Rückgängen im zweistelligen Bereich erreicht. Im ersten Halbjahr 2019 hat sich die Talfahrt nun deutlich abgeschwächt, das zweite Quartal 2019 zeigte erstmals seit 2016 wieder eine leicht positive Umsatzentwicklung. Doch die Situation bleibt nach Angaben des Verbandes angespannt. Die Ursachen hierfür seien allerdings komplex: So gebe es gravierende Verschiebungen im Marktumfeld, aber auch der erneut heiße Sommer habe nicht zur Kauflaune der Verbraucher beigetragen.

Positiv entwickelt haben sich zuletzt vor allem Taschenfederkernmatratzen und Topper – was vor allem im Kontext der wachsenden Bedeutung von Boxspring in Deutschland zu sehen sei. Nach wie vor werde die deutsche Matratzenlandschaft aber von Schaumstoffmatratzen dominiert – mit einem Anteil von deutlich über der Hälfte am Gesamtmarkt. Latex und sonstige Matratzenarten verzeichnen geringe Marktanteile, wobei Latex wieder zu wachsen scheint, da  Naturlatex als nachhaltige Rohstoffquelle eine zunehmende Bedeutung habe.


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