Forte
Stabile Entwicklung und optimierte Struktur
Ostrów Mazowiecka (Polen). Die polnische Forte-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025/26, das sich vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 erstreckt, einen Umsatz von umgerechnet 290,2 Mio. Euro (1,2 Mrd. PLN) erwirtschaftet. Das geschätzte EBIT belief sich auf 12,7 Mio. Euro (53 Mio. PLN), während das EBITDA rund 26,2 Mio. Euro (109 Mio. PLN) erreichte. Forte hat zudem zahlreiche Optimierungen der Unternehmensstruktur angekündigt.
Die Gruppe treibt den Ausbau ihres Produktportfolios sowie die Entwicklung neuer Vertriebsansätze gezielt voran und setzt zudem verstärkt auf Produkt- und Prozessinnovationen. Diese Maßnahmen sollen insbesondere die Wettbewerbsfähigkeit der B2B-Kunden unterstützen. Parallel dazu optimiert das Unternehmen seine gesamte Wertschöpfungskette – von Einkauf und Produktion über Lagerung bis hin zur Distribution. In den kommenden zwei Jahren soll der Fokus auf dem Aufbau einer modernen, integrierten und flexiblen Lieferkette liegen, die alle Vertriebskanäle und Produktkategorien effizient verbindet. Ein zentrales Element ist dabei laut Forte eine umfassende operative Transformation als Teil eines breit angelegten Veränderungsprozesses innerhalb der Gruppe.
Ein wesentlicher Baustein dieser Transformation sei die Neugestaltung des Logistikmodells. Forte stellt von einer dezentralen Lagerstruktur auf ein zentralisiertes System um. Künftig werden Bestände an Fertigprodukten sowie Auftragsabwicklungsprozesse an einem modernen Standort gebündelt. Dies soll eine deutlich verbesserte Produktverfügbarkeit ermöglichen, kostenintensive interne Transfers reduzieren und die Grundlage für eine noch effizientere Lieferkette schaffen.
In diesem Zusammenhang entsteht nahe Warschau ein modernes Distributionszentrum mit einer Fläche von 47.000 qm. Ausgestattet mit einem fortschrittlichen Lagerverwaltungssystem soll die Anlage die Verfügbarkeit von Produkten erhöhen, Prozesse weiter optimieren und die Servicequalität nachhaltig verbessern. Parallel dazu wird die Produktionsstruktur gezielt weiterentwickelt. Die Fertigung von Korpusmöbeln wird auf zwei Standorte – Ostrów Mazowiecka und Suwałki – konzentriert.
Im Zuge dieser Veränderungen wird die Kernproduktion von Korpusmöbeln am Standort Hajnówka eingestellt. Gleichzeitig bleibt der Standort ein wichtiger Bestandteil der Gruppe: Die Produktion von PVC-Elementen sowie Aktivitäten im Bereich Beschlagverpackung werden fortgeführt und weiterentwickelt. Zudem wird die Verpackung von Beschlägen aus dem Polstermöbelwerk nach Hajnówka verlagert, wodurch Kompetenzen gebündelt und neue Entwicklungsperspektiven geschaffen werden. Ergänzend dazu baut Forte die Produktionskapazitäten der zur Gruppe gehörenden Gesellschaft Specific in Białystok aus und erweitert kontinuierlich sein Angebot im Bereich Polstermöbel.