Furniture-X
Branchenübergreifender Austausch in Köln

Die Teilnehmer des Experten-Treffens bei Eclass in Köln. Foto: Furniture-X

Köln. Die Initiatoren der Brancheninitiative Furniture‑X sowie ein erweiterter Expertenrat sind am 3. Juni bei Eclass in Köln zu einer weiteren Arbeitssitzung zusammengekommen. Aufbauend auf dem Treffen im Januar stand erneut der Austausch zu aktuellen Entwicklungen rund um den Digitalen Produktpass (DPP) sowie der Aufbau eines offenen Datenökosystems für eine kreislauffähige Möbelwirtschaft im Mittelpunkt.

Den Auftakt bildeten Kurzvorstellungen aus der Branche sowie von angrenzenden Interessenvertretern. Danuta Dworaczek vom Industrieverband Klebstoffe zeigte die Perspektive und den aktuellen Stand ihres Verbands auf. Martin Hoppen von der RWTH Aachen stellte gemeinsam mit Dietlof von Arnim und Frank Heinze, Vertretern des Runden Tisches Digitalisierung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) das Projekt „CO2for-IT“ vor. Im Fokus standen dabei die DPP-Anforderungen der Forstindustrie und deren Harmonisierung mit der Holzwerkstoff- und Möbelindustrie.

Im Anschluss wurden aktuelle Entwicklungen und Ergebnisse aus verschiedenen Initiativen und Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert. Daniel Wurm vom Wuppertal Institut gab einen Überblick zum Projekt „R-evolve“ sowie zum aktuellen Stand der EU-DPP-Registry. Patrick Sönke und Bastian Weippert von Integrated Worlds präsentierten Einblicke in die „EU Business Wallet“ sowie Fortschritte beim Aufbau des „Furniture-X Dataspaces“ und den laufenden Lighthouse-Projekten. Michael Kaluza von Integrated Worlds stellte den Service „ECLASS Quality Gate“ vor – ein Beispiel für konkrete Anwendungen im Datenökosystem – und ordnete diesen technisch wie organisatorisch ein, insbesondere im Hinblick auf Datenqualität, Validierung und Interoperabilität.

Die unterschiedlichen Perspektiven im Rahmen des Treffens sollen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung gemeinsamer Lösungen liefern und die Bedeutung der Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstreichen. Aus diesem Grund wird das noch im Januar als „Governance-Treffen“ bezeichnete Format künftig unter dem Namen „Furniture-X Knowledge Council“ fortgeführt, um diesen inhaltlichen Fokus noch stärker zu betonen.

Ralf Heinemann vom Bundesverband kooperierender Mittelstand (BKM) sagt: „Gerade jetzt zeigt sich der eigentliche Hebel: Daten allein schaffen noch keinen Mehrwert – erst wenn sie genutzt werden, um Supply Chains aktiv zu steuern, Komplexität zu senken und Kosten nachhaltig zu beeinflussen, entsteht echte Wertschöpfung. Initiativen wie Furniture-X leisten einen wichtigen Beitrag, um die dafür notwendigen Standards, Datenräume und Prozesse branchenübergreifend voranzutreiben.“


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