Garant-Gruppe
Zweistelliges Wachstum im Corona-Jahr

Die Garant-Geschäftsführer Torsten Goldbecker und Jens Hölper. Foto: Garant-Gruppe

Die Garant-Gruppe aus Rheda-Wiedenbrück verzeichnete im Jahr 2020 insgesamt ein Umsatzwachstum von + 15,5 Prozent zum Vorjahr. Dabei konnte die Verbundgruppe in allen Geschäftsbereichen (Wohnen und Schlafen, Küche sowie SHK-Handwerk) einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Das teilte der Einkaufsverband soeben mit und bestätigte die guten Zahlen, die sich bereits bei der Jahrespressekonferenz im Dezember abzeichneten. Damit habe man das nachhaltige Wachstum allen Widrigkeiten zum Trotz mit einem neuen Rekordjahr – dem siebten ind Folge – fortsetzen können. Die Leistung des Verbandes konnte dabei in allen Segmenten gesteigert werden, der anhaltende Bauboom und der deutlich spürbare Cocooning-Trend hätten für eine starke Nachfrage in allen Warengruppen gesorgt.Geschäftsführer Torsten Goldbecker betrachtet zusätzlich zwei weitere Aspekte als maßgeblich für die sehr erfreulichen Entwicklungen. „Natürlich hat die Möbelbranche gerade nach dem ersten Lockdown von der Umverteilung der privaten Budgets profitiert. Wo Urlaube ausfielen und sich das Leben zunehmend in das eigene Zuhause verlagerte, waren sowohl der Bedarf als auch die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden, um in die Einrichtung zu investieren“, so seine Einschätzung. „Andererseits hat die Garant-Handelsstruktur stärker als andere Vertriebsstrukturen von der klar erkennbaren Tendenz zum spezialisierten Fachhandel profitiert. Der Endkunde schätzt die persönliche Beratung und Servicekompetenz sowie die Qualität, Wertigkeit und Individualität der Sortimente im Fachhandel.“

Wachstum in den Spezialverbänden

Das Wachstum habe sich laut Garant-Geschäftsführer Jens Hölper auch in der Entwicklung aller Spezialverbände innerhalb der Gruppe widergespiegelt: „Die Küche ist und bleibt das neue Statussymbol. Kein Wunder also, dass dieser Trend gerade in einem Jahr, in dem sich das Sozialleben vornehmlich auf die eigenen vier Wände konzentrierte, noch einmal verstärkt wurde. So konnte Garant Küchen Areal um 19,4% wachsen. Darüber hinaus haben unsere Partner und wir auch in allen anderen Geschäftsfeldern und Warengruppen eine sehr erfreuliche Entwicklung zu verzeichnen – verbunden mit einer hohen Ausgabebereitschaft der Konsumenten und in der Folge einer deutlichen Tendenz zum ‚Trading up“ bei den verkauften Produkten. Im Geschäftsfeld Wohnen und Schlafen, das ebenfalls zweistellig um 11,9% gewachsen ist, haben insbesondere der Bettenbereich sowie die Polstermöbel hiervon überproportional stark profitiert. Und, last but not least, waren bei unseren Partnern von Garant Bad + Haus bei einem Plus von 7,7% insbesondere die staatlich geförderten, energetischen Sanierungen im Heizungsbereich – trotz eigentlich voll ausgelasteter Kapazitäten in den Betrieben – der wesentliche Wachstumstreiber.“

Guter Jahresstart dank Auftragsüberhängen

Dank zahlreicher Auftragsüberhänge aus 2020 ist auch das Jahr 2021 für die Garant Gruppe per Ende Februar mit + 11 Prozent bei den über den Verband regulierten Umsätzen bisher sehr erfreulich angelaufen. Während sich die Küchenhändler im Auftragseingang auch während des langen (und in Teilen des Landes ja nach wie vor ganz oder mit Beschränkungen andauernden) zweiten Lockdowns recht gut behaupten konnten, sei es allerdings für die Segmente Möbel und Betten deutlich schwieriger gewesen, zu Abschlüssen zu kommen, so Torsten Goldbecker. Bei einigen Warengruppen fehle eben das für den Verkauf nötige haptische Erlebnis. „Ungeachtet des zunächst auf dem Papier (noch) guten Jahresstarts bleiben wir jedoch natürlich in unserem Ausblick für das Gesamtjahr 2021 realistisch und sind uns im Klaren darüber, dass der Lockdown mit einigen Monaten Verzögerung seine Spuren in den fakturierten Umsätzen hinterlassen wird.“ Denn ob das entstandene Auftragsloch so schnell wieder aufzuholen wäre wie nach dem Frühjahr 2020, sei nicht zuletzt vor dem Hintergrund fraglich, dass zum Jahresende hin die Kapazitäten in Produktion und Montage knapp werden dürften – und auch die Verbraucherstimmung sei eine andere als noch nach dem ersten Lockdown. Zudem dürften in diesem Jahr auch wieder deutlich mehr verfügbare Mittel in Freizeit und Urlaub fließen, sofern die Impfungen es zuließen. Die Garant Geschäftsführung erhofft sich von den aktuellen ersten Öffnungsschritten eine deutliche Verbesserung der Lage für die angeschlossenen Fachhändler. Diesen Schritten müssten aber nun rasch weitere und weitreichendere folgen, verbunden mit einer klaren Strategie und vor allem Umsetzung in Testung, breit angelegter Impfung und digitaler Kontaktnachverfolgung.


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