GfK
Einkommenserwartung erreicht Rekordwert

Der GfK-Konsumklimaindex ist im Juli erneut gestiegen. Abbildung: GfK

Die deutschen Verbraucher bleiben auch im Juli überaus optimistisch. So stieg der Konsumklimaindex des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK im siebten Monat des Jahres auf 8,9 Punkte, nach 8,6 Punkten im Juni. Und auch für August wird ein weiteres Plus erwartet, dann soll der Index laut GfK auf 9,0 Punkte steigen.  Im Juli legte vor allem die Einkommenserwartung deutlich zu. Sie kletterte auf den höchsten Stand (54,7 Punkte) seit der Wiedervereinigung. Noch nie ist ein besserer Wert gemessen worden. Gründe für die positive Stimmung sind nach Einschätzung der GfK die vergleichsweise geringe Arbeitslosigkeit in Deutschland, zudem nehme die Beschäftigung weiter zu. Gleichzeitig sorge die niedrige Inflation dafür, dass Einkommenszuwächse auch real zu Buche schlagen. Unterdessen bleibt die Konjunkturerwartung der Deutschen nahezu unverändert. Mit einem leichten Verlust von 0,3 Punkten kann der Indikator fast sein Drei-Jahres-Hoch aus dem Vormonat behaupten. Damit bleibt der Trend der Konjunkturerwartung nach oben gerichtet. Allerdings scheint – zumindest kurzfristig – die große Dynamik, die noch im Juni gemessen wurde, etwas nachzulassen. Hierfür wird vor allem die gegenwärtige geopolitische Lage verantwortlich gemacht. Die Krisen-Herde im Nahen Osten und der Ost-Ukraine bremsen offenbar die Konjunkturlaune etwas aus. Allerdings geht die Mehrzahl der Experten, so auch die Deutsche Bundesbank, nicht davon aus, dass der Aufschwung zu Ende geht, sondern allenfalls eine kurze Pause einlegt. Auch die Anschaffungsneigung muss im Juli einen Teil der Zuwächse aus dem Vormonat wieder abgeben – dennoch befindet sie sich laut GfK weiterhin auf einem überaus hohen Niveau und erweist sich als durchaus robust. Den Grund für den leichten Verlust sieht das Marktforschungsinstitut in der nachlassenden Wirkung der Leitzinssenkung der EZB. Diese hatte die Sparneigung im vergangenen Monat abstürzen lassen. Im Juli blieb die Sparneigung hingegen stabil. 

zum Seitenanfang

zurück