GfK Konsumklima Europa
Krisen verunsichern die Verbraucher

Das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK hat sein Konsumklima Europa für das dritte Quartal 2014 veröffentlicht. Foto: Archiv

Die europäischen Verbraucher sehen nicht mehr so optimistisch in die Zukunft. Das geht aus den Ergebnissen des GfK Konsumklima Europa für das dritte Quartal hervor. Der GfK Kosumklimaindex für die EU28 steht aktuell bei 4,2 Punkten, gegenüber 9,1 im vorigen Quartal. Während der vergangenen drei Monate ist die Konjunkturerwartung dabei in nahezu allen betrachteten Ländern gesunken. Ähnliche Tendenzen zeigen sich bei der Einkommensentwicklung sowie der Anschaffungsneigung.  Hauptsächlich vier Gründe sind laut GfK für diese negative Entwicklung verantwortlich. Neben den aktuellen politischen Großkonflikten auf der Welt und den nach wie vor großen strukturellen Problemen in den beiden großen Volkswirtschaften Frankreich und Italien fungiere vor allem Deutschland nicht mehr als Konjunktur-Lokomotive – im zweiten Quartal des Jahres ist die deutsche Wirtschaftsleistung sogar leicht um 0,2% zurückgegangen. Hinzu komme die europaweit geringe Inflationsrate. Im September lag sie bei 0,3%, das ist der niedrigste Wert seit knapp fünf Jahren. Auch in Deutschland trübt sich die Stimmung bei den Verbrauchern ein. Die Konjunkturerwartung erreichte knapp 42 Punkte. Im Juni wurde mit 46,2 Punkten noch der höchste Stand seit drei Jahren gemessen. Da die Verbraucher von einer deutlich schwächeren Wirtschaftsentwicklung ausgehen, ist die Einkommenserwartung gesunken. Mit aktuell 43,4 Zählern verzeichnet der Indikator laut GfK aber noch ein sehr hohes Niveau. Ähnlich verhält es sich bei der Anschaffungsneigung. Sie liegt aktuell noch bei 42,5 Punkten und verzeichnete einen Verlust von zehn Punkten im Vergleich zum zweiten Quartal 2014. Zum Vergleich: In Frankreich liegt die Konjunkturerwartung aktuell bei -26,8 Punkten. In Italien bei -28,7 Zählern.

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