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Outlast: Smarte Temperaturregulierung

Beim „Outlast-Prinzip“ wird überschüssige Wärme absorbiert, gespeichert und bei Bedarf abgegeben. Die Technologie reguliert dabei fortlaufend Temperatur und Feuchtigkeit. Foto: Outlast

Überall, wo eine konstante Temperatur zu mehr Tragekomfort oder verbesserter Produktleistung beiträgt, sind Lösungen von Outlast gefragt. Auf der Techtextil 2019 präsentiert der Hersteller auch seine aktuellen Entwicklungen: Das neue „Nylon Filamentgarn“ sowie Artikel, die auf 100 Prozent recyceltem Polyester als Trägermaterial für die smarte Funktionsbeschichtung basieren.

Nicht nur Markenhersteller von Heimtextilen, Bekleidung und Schuhen setzen auf die proaktive Klimaregulierung, auch im medizinischen Bereich oder im Arbeitsschutz werden verstärkt beschichtete Textilien, In-Faserlösungen, Garne, Faserfüllungen oder Compound-Artikel des PCM-Experten eingesetzt.

Temperaturänderungen entgegensteuern

Outlast nutzt Phase-Change-Materialien (PCM), die proaktiv Temperaturänderungen in beiden Richtungen entgegensteuern. Die Technologie setzt laut Hersteller smarter und viel früher an als Methoden, die isolieren oder lediglich Feuchtigkeit abtransportieren.
Das Mikroklima zwischen Haut und Produkt soll so dynamisch konstant gehalten werden, was nach Angaben von Outlast je nach Anwendung unterschiedliche Vorteile bringt. Und zwar bei Bettwaren/Matratzen einen ruhigeren Schlaf, bei Outdoorkleidung sowie  Funktionsunterwäsche eine konstante Temperatur trotz wechselnder Bedingungen und damit weniger Schwitzen oder Frieren.
Bei Schuhen bietet die Technologie reduzierte Feuchtigkeit, mehr Komfort und Hygiene und bei Kompressionsstrümpfen oder Bandagen  mehr Tragekomfort. Außerdem leistet sie als funktionaler Bestandteil bei Schutzanzügen in Industrie/Forschung einen Beitrag zu mehr Arbeitssicherheit und -leistung.
Das global tätige Unternehmen bietet seine Technologie als beschichtete Textilien, In-Faserlösungen für Viskose, Acryl oder Polyester bis hin zur Schaum-Besprühung an. Dabei ist es auch mit anderen Technologien und Ausrüstungen kombinierbar, zum Beispiel mit Membranen oder hydrophilen sowie anti mikrobiellen Funktionen.

Zusätzlicher Mehrwert

Der Hersteller arbeitet nach eigenen Angaben auch fortlaufend an Produktinnovationen, die die Funktionalität um zusätzliche Mehrwerte erweitern oder für Anwendungen in neuen Marktsegmenten marktreif machen. Neu im Programm sind Artikel, die als Basis­träger für die temperaturregulierende Technologie zu 100 Prozent recyceltes Polyester verwenden. Die Maschenware oder Vlies werden vollständig aus PET-Flaschen oder recycelten Textilien produziert und entsprechen unter anderem dem Global Recycle Standard (GRS).

Nachwachsende Rohstoffe

Um die Unternehmensinitiative für mehr Nachhaltigkeit fortzusetzen, nutzt Outlast inzwischen für den Großteil der in der Technologie eingesetzten Phase-Change-Materialien nachwachsende anstelle synthetisch gewonnener Rohstoffe.
Auf der Techtextil wird Outlast auch das marktreife „Nylon Filamentgarn“ präsentieren. Hier sind speziell für diese Anwendung optimierte PCM direkt in die Polyamid-Faser integriert. Somit steht die dynamische Temperaturregulierung nun auch für Endanwendungen zur Verfügung, bei denen Polyamid gefordert ist. Im Besonderen sind dies sogenannte „Next-to-Skin“-Produkte, wie Unterwäsche, Sport- oder Strumpfartikel. leo

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