Grohe
Standort in Lahr feiert 70-jähriges Bestehen

Foto: Grohe

Lahr. Der Grohe-Standort in Lahr feiert sein 70-jähriges Bestehen. Das ehemalige Armaturenwerk, dessen Geschichte bis ins Jahr 1873 zurückreicht, ist heute das globale Kompetenzzentrum für Duschen und Duschsysteme der Marke.

In der ursprünglichen Fabrik von Carl Nestler wurden zwischen Weinbergen und Wäldern Brauerei- und Brennereiarmaturen gebaut. Das Werk wuchs, zog um, begann in den 1950er Jahren mit der Thermostaten-Produktion und wurde im Jahr 1956 zur Grohe Thermostat GmbH umfirmiert. Grohe erwarb infolge zusätzliche Flächen, baute eine neue Gießerei und erneuerte das ganze Werk. 1979 wurde Lahr zum Dusch-Standort.

2001 kam die erste „Tempesta Handbrause“ auf den Markt. In ihren neuen Varianten ist sie die meistverkaufte Handbrause von Grohe – 10.000 Exemplare werden täglich hergestellt, die moderne Fertigungslinie kann ohne Umrüstung bis zu 200 Produktvarianten herstellen.

In 70 Jahren Werksgeschichte gab es auch Umbrüche. Mitte der 2000er Jahre durchlief das Unternehmen unter Finanzinvestoren eine Restrukturierungsphase, 2011 wurde die PVD-Beschichtungstechnologie nach Nordamerika verlagert. Im Jahr 2014 übernahm die japanische Lixil Corporation Grohe. Das bedeutete neue Strukturen, globale Ambitionen – und ein Bekenntnis zum Schwarzwald-Standort. Die neue Galvanik-Anlage, die neben Messing zugleich auch Kunststoff verarbeiten kann, erhöhte die Kapazität um 70%; 2019 kehrte die PVD-Beschichtungstechnologie zurück nach Lahr. Inzwischen stehen hier vier PVD-Anlagen. Heute werden vom Standort in Lahr aus jährlich mehr als sechs Millionen Handbrausen, zwei Millionen Brausestangen-Sets und 700.000 Duschsysteme in die Welt verschickt.


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