Gruber Polstermöbel
Es geht nicht weiter
Sonnefeld. Beim traditionsreichen Polstermöbelhersteller Gruber mit Sitz im oberfränkischen Sonnefeld ist eine Entscheidung gefallen: Es wird nicht weitergehen.
Leider könne kein tragfähiges Konzept entwickelt werden, das eine dauerhafte Fortführung des Unternehmens als realistisch erscheinen lässt, heißt es vom vorläufigen Insolvenzverwalter Klaus-Cristof Ehrlicher. Angesichts der wirtschaftlichen Situation insgesamt sehen weder die bisherigen Gesellschafter noch externe Investoren eine Möglichkeit, das Unternehmen zu stabilisieren. Eine Betriebseinstellung nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens werde sich nicht abwenden lassen.
Gruber nimmt ab sofort keine neuen Aufträge an. Alle bestehenden Aufträge werden vollumfänglich abgearbeitet und ausgeliefert. Bei Rückfragen zu bestehenden Aufträgen stehen weiterhin die bekannten Ansprechpartner im Unternehmen zur Verfügung.
„Das ganze Umfeld ist aktuell einfach zu schwierig. Und es ist nicht abzusehen, dass sich an der derzeitigen Situation etwas ändert. Wir hätten weiterhin rote Zahlen geschrieben“, erklärt Geschäftsführer Dieter Wolf. „Die Entscheidung ist für uns als Familienunternehmen auf jeden Fall schweren Herzens erfolgt. Aber wir haben keine andere Möglichkeit mehr gesehen, als diesen Schritt zu gehen.“
Mit Gruber Polstermöbel wird ein weiterer oberfränkischer Polstermöbelhersteller von der Bühne verschwinden, der für das Markenzeichen „Made in Germany“ steht.