Gut in Fahrt

Die Küchenmöbelindustrie behauptet ihre Stellung als wichtige Stütze der deutschen Möbelindustrie.

Die deutsche Möbelindustrie liegt beim Umsatz nach den ersten – anhand der vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) und den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen (VHK) veröffentlichten Zahlen – neun, statistisch erfassten Monaten des Jahres mit 0,2% gegenüber dem Vorjahr im Minus. Damit konnten sich die Möbelumsätze nach einem schwachen Sommer wieder stabilisieren. „Trotz einer nach wie vor herausfordernden Marktsituation aufgrund der rasant zunehmenden Konzentration im Möbelhandel hat sich nach einem bislang schwachen Jahresverlauf die Situation der Unternehmen zu Beginn des Herbstes wieder stabilisiert“, so Jan Kurth, Geschäftsführer des VDM und der Herforder Möbelfachverbände.

Küchenumsätze legen zu

Dabei konnte die deutsche Möbelindustrie vor allem wieder auf das starke Segment Küche bauen. Allein im September stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10,03%. Für die ersten neun Monate des Jahres errechnet sich hieraus ein kumuliertes Umsatzplus von 3,1%.
Dieses gute Ergebnis speist sich insbesondere aus einem gut laufenden Auslandsgeschäft. Das Umsatzplus beziffert sich bis zum dritten Quartal auf 5,8%. Die Verkäufe ins EU-Ausland stiegen dabei mit 6,8% besonders deutlich, während der Inlandsumsatz um 1,3% zulegen konnte. Insgesamt setzte die deutsche Küchenmöbelindustrie von Januar bis September über 3,7 Mrd. Euro um. Zum Stichtag, dem 30. September 2019, waren in den für die statistischen Erhebungen relevanten 50 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten mehr als 16.900 Personen tätig.

Stabile Auslastung erwartet

Mit Blick auf den Rest des Jahres zeigen die Zahlen des internen Auftragspanels des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK), dass die Orders rund um die Herbstmesse spürbar angestiegen sind. Bis einschließlich September lag der Auftragseingang wertmäßig insgesamt um 4,8% über dem Vorjahreszeitraum. Die Aufträge aus dem Ausland stiegen dabei besonders deutlich um 5,5%. Das lässt insgesamt auf eine stabile Auslastung bis Jahresende schließen.

Aufgehellte Stimmung

Positive Signale senden dabei auch wieder die Verbraucher. In der Konsumklimastudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für November 2019 legten die Indikatoren Konjunktur- und Einkommenserwartung spürbar zu. Die Anschaffungsneigung behauptete hingegen ihr hohes Niveau.  
„Die deutschen Konsumenten haben durch ihre ausgesprochen gute Konsumlaune maßgeblich dazu beigetragen, dass im dritten Quartal eine Rezession in Deutschland verhindert werden konnte. Der private Verbrauch wird damit seiner Rolle als wichtige Stütze der Konjunktur voll und ganz gerecht“, erklärt GfK Konsumexperte Rolf Bürkl. sl


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